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Stralsund Modellregion: Was springt dabei raus?
Vorpommern Stralsund Modellregion: Was springt dabei raus?
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00:00 20.10.2017

Tribsees. Ländliche Regionen, die von Einwohnerschwund betroffen sind, sollen mehr Unterstützung bekommen, so die Landesregierung. Tribsees gehört neben Goldberg, Loitz und der Region am Stettiner Haff zu vier Modellregionen, die genauer untersucht wurden. Sie alle leiden unter schwacher Wirtschaftsstruktur, Wegzug und Überalterung. „Wir wollen und dürfen keine Region aufgeben“, so Agrarminister Till Backhaus (SPD) zu dem neuen Modellprojekt.

Die genannten Regionen können als „ländliche Gestaltungsräume“ zusätzliche Förderung bekommen – bis 2021 sollen 2,7 Millionen Euro fließen. Geld gebe es unter anderem für die Direktvermarktung, für Schul- und Integrationsgärten, zur Unterstützung von Tierheimen und Kleingartenvereinen.

Bevölkerungsrückgang gepaart mit schwacher Infrastruktur führe zu einer Ausdünnung der Daseinsfürsorge, weshalb Ältere oft gezwungen sind, in die nächstgrößere Stadt zu ziehen, so Backhaus. Deshalb stehen folgende Kernthemen: Mobilität, Digitalisierung, Sicherung der Grundversorgung und Unterstützung der Akteure vor Ort. Ziel ist es, auch Tribsees als „Ankerdorf“ zu entwickeln, so dass die Bewohner im Umkreis von zehn Kilometern alle Angebote für Gesundheit, Versorgung, Bildung und Kultur erreichen können.

„Man hat das Problem in Schwerin erkannt“, freut sich der Tribseeser Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU). Für ihn geht es jetzt nicht gleich darum, nach Fördermitteln zu schreien. „Wir wollen erst einmal Ideen entwickeln, wie wir unserer Verantwortung in der Daseinsfürsorge besser gerecht werden können. Ich denke da an die medizinische Versorgung“, so Molkentin und spricht von der Idee eines Ärztehauses. Auch die Mobilität ist eine seiner großen Sorgen. „Wie kommen die Leute besser von A nach B? Vielleicht mit einem Rufbus. Andererseits müssen wir auch dafür sorgen, dass man zum Beispiel von Drechow nach Tribsees mit dem Fahrrad fahren kann“, findet Thomas Molkentin. Erst wenn man weiß, was man braucht, kann man das Konzept mit Fördermitteln unterfüttern, so das Stadtoberhaupt.

Ines Sommer

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