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Modernes Lernen in historischen Mauern

OZ-Schulnavigator: Zu Gast an Stralsunds ältestem Gymnasium Modernes Lernen in historischen Mauern

Das Hansa-Gymnasium setzt auf Vielfalt, Selbstständigkeit und Unterricht an außerschulischen Orten

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Elias Wittenburg (Gitarre), Lukas Küchler (Gitarre), Jonas Lettau (Cajon), Arvid Rollberg (Conga, hinten, von links) sowie Nele Lück (Xylophon) und Oskar Westphal (Keyboard) lernen am Hansa-Gymnasium und spielen in ihrer Freizeit verschiedene Instrumente.

Quelle: Miriam Weber

Stralsund. Ein Plus des Hansa-Gymnasiums ist offensichtlich: Das imposante Backsteingebäude steht direkt am Strelasund. Und das bereits seit mehr als 100 Jahren, denn das heutige Hansa-Gymnasium gehört zu den ältesten Schulen der Stadt. Da ging sicher manch sehnsüchtiger Schülerblick eher aufs Wasser als an die Tafel.

Ausstattung: Tablets für Schüler

Für Schüler und Lehrer stehen zwei Klassensätze Tablets zur Verfügung, außerdem gibt es einen Computerraum und Rechner im Selbstlernzentrum. Den Mädchen und Jungen stehen eine Werkstatt, eine Küche, Schließfächer, eine Turnhalle, Kunst- und Musikräume und eine Aula zur Verfügung. Die Stadtbibliothek befindet sich in unmittelbarer Nähe der Schule.

Förderung: In der Lernzeit

Förderangebote sind in den Schulalltag, in die Lern- oder Studienzeit integriert. Es gibt sowohl Unterstützung bei Problemen als auch Stärkung von Begabten. Unter anderem können Schüler das Sprachdiplom Delf (für die französische Sprache) am Hansa-Gymnasium erlangen. Ein Sonderpädagoge kümmert sich um Schüler, wenn sie Defizite in der emotional sozialen Entwicklung haben.

Freizeit: Viele Kooperationen

Im Ganztagsbereich gibt es ein vielfältiges Angebot für die Gymnasiasten. Ein breites Netzwerk aus Kooperationspartnern steht dafür zur Verfügung, unter anderem der Verein Performdance, Medienpädagoge Stefan Koeck, die Musikschule, das Theater Vorpommern, die Hochschule Stralsund und verschiedene Sportvereine. Für die Klassen 7 und 8 gibt es verpflichtende Lern-AGs.

Heute lernen dort 650 Mädchen und Jungen. Das „Hansa“ hat ein breitgefächertes Profil, „um der Vielfalt der Schüler und ihrer Interessen gerecht zu werden“, sagt Schulleiter Thomas Janke. Den Fokus auf das Naturwissenschaftliche, das Musische oder das Künstlerische zu legen, das kann der Schüler allein entscheiden. „Unter anderem gibt es die Möglichkeit, sowohl Kunst oder aber auch Informatik als Hauptfach zu wählen“, führt Katrin Steffan, Koordinatorin der Sekundarstufe I, weiter aus. Doch das passiert erst bei der Kurswahl. Bis dahin gibt es keine speziellen Klassen.

Eines der Leitziele der Schule lautet „Handeln in Selbstverantwortung“. Dafür wurde an der Schule ein Rhythmisierungskonzept „80+10“ entwickelt. Der normale Blockunterricht dauert 80 Minuten, die „gesparten“ zehn Minuten werden zu Lern- und Studienzeiten zusammengefasst. Diese können die Schüler individuell gestalten und nutzen. In diesen Bereich hinein fällt auch das Förderangebot, sowohl als Unterstützung als auch zur Stärkung von Begabung.

„Bei unserem Ganztagsangebot arbeiten wir viel mit außerschulischen Partnern zusammen“, erklärt Thomas Janke. Etwa mit dem Theater Vorpommern, der Musikschule oder dem Verein Performdance. Das gilt auch für den sportlichen Bereich. „Wir haben Kooperationen mit dem Stralsunder HV, dem 1. VC Stralsund und dem Ruderclub“, erklärt Katrin Steffan. „Schüler, die Leistungsträger sind, also mindestens dreimal in der Woche trainieren und regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, können sich das für den Unterricht anrechnen lassen.“ Sie erklärt: „Uns ist es wichtig, dass sich unsere Schüler finden und ihren Interessen nachgehen können.“ Apropos sich zu finden: Wer in der 7. oder 8. Klasse noch unschlüssig ist, ob er eher im naturwissenschaftlichen, sprachlichen oder künstlerischen Bereich zu Hause ist, der ist vielleicht nach drei besonderen Projekten ein bisschen schlauer. Denn jedes Jahr abwechselnd werden die „Nacht der Naturwissenschaften“ und „Sprachgeflüster“ angeboten, an denen die Siebt- und Achtklässler teilnehmen. Experimente, Vorträge, Spiele – auf unterhaltsame Art und Weise werden den Schülern beide Bereiche nähergebracht. Ähnlich sieht es bei der jährlich stattfindenden Projektwoche „Mit Auge und Ohr“ aus.

Einen anderen Punkt, den sie an ihrer Schule besonders mag, führt die 17-jährige Carmen Henninger an: „Es gibt an der Schule dank vieler Austauschprogramme gute Möglichkeiten, andere Sprachen zu lernen.“ Unter anderem gehört das Hansa-Gymnasium seit vielen Jahren zu den Schulen, die sich an den von der Europäischen Union geförderten Erasmus-Projekten beteiligen.

Durch unterschiedliche Kooperationen ist es möglich, den normalen Schulalltag aufzubrechen und Orte außerhalb des Gymnasiums zum Lernen in vielfältiger Art und Weise zu nutzen. So können Lesungen an der Hochschule Stralsund besucht werden, es gibt eine Zusammenarbeit mit der Kriegsgräberfürsorge, in langjähriger Tradition sind Schüler für eine Streuobstwiese verantwortlich, nehmen an der Aktion Künstler für Schüler teil oder nutzen die schuleigene Leselounge der OSTSEE-ZEITUNG. Seit einigen Jahren sind zudem Schüler einmal wöchentlich im Pflegeheim St. Josef und beschäftigen sich mit den Bewohnern. Ganz nach einem weiteren Leitziel der Schule: „Aufeinander zugehen mit Engagement und Toleranz“.

Lehrer: Medien im Fokus

44 Lehrer und neun Referendare sowie eine Schulsozialarbeiterin kümmern sich um 650 Schüler am Hansa-Gymnasium. Die Fortbildungen, im Schuljahr gibt es zwei schulinterne Fortbildungstage, sind an den Schuljahreszielen ausgerichtet. In diesem Jahr stand die Medienbildung im Fokus. Fachlich bildet sich jeder Lehrer selbst fort und nutzt dabei oft die Angebote des IQ MV.

Essen: Mittag im Angebot

Die Mittagsversorgung wird vom Internationalen Bund angeboten, zwischen 150 und 250 Schüler machen davon Gebrauch. Sie haben die Möglichkeit, aus bereits zusammengestellten Gerichten zu wählen, ein Essen kostet 2,85 Euro. Es gibt einen Essenraum und eine Caféteria, dort bietet der IB zusätzlich kleine Snacks in der Hofpause an. Zum Essen dient die Mittagsfreizeit.

Miriam Weber

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