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Stralsund Nach Ostern zwei Wochen am Traumjob schnuppern
Vorpommern Stralsund Nach Ostern zwei Wochen am Traumjob schnuppern
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00:00 20.03.2013
Cam Ly Nguyen Huynh (16) steht gerne vor der Klasse. Ihr Praktikum macht sie an der Grundschule „Gerhart Hauptmann“. Quelle: Claudi Anders
Stralsund

Damit die Mädchen und Jungen aus den 10. Klassen des Schulzentrums am Sund einen Einblick in die Berufswelt bekommen, werden sie im April zwei Wochen in unterschiedlichen Betrieben in Stralsund ein Praktikum absolvieren. Dabei haben sie die Gelegenheit, Berufe hautnah zu erleben. Sie können Erfahrungen sammeln und im besten Fall feststellen, ob der Job etwas für die Zukunft ist.

Annemarie Dols (16) will im Krankenhaus am Sund auf der Säuglingsstation und in der Gynäkologie ihr Berufsziel testen. „Ich möchte herausfinden, ob mir die Arbeit als Ärztin wirklich gefällt. Ich hoffe, dass ich dort viel lerne, besonders im Umgang mit Patienten“, sagt sie. Um den Platz für ein Schülerpraktikum zu bekommen, bewarb sich Annemarie schriftlich beim Klinikum. Es wird ihre erste Erfahrung dieser Art sein. „Es ist gut, dass die Schule uns diese Möglichkeit einräumt“, betont sie. „Es ist wichtig und hilfreich.“

Das denkt auch ihre Mitschülerin Cam Ly Nguyen Huynh (16). Sie wird ihr Praktikum an der Grundschule „Gerhart Hauptmann“ absolvieren. Und auch für sie wird es die erste praktische Erfahrung im Zusammenhang mit ihrem Berufswunsch Nummer 1 werden. „Ich wollte diesen Praktikumsplatz unbedingt haben, weil ich wissen möchte, wie es ist, mit Kindern zu arbeiten und ihnen Unterricht zu geben.

Außerdem bin ich hier selbst mal zur Schule gegangen“, berichtet Cam Ly. Sie musste weder eine Bewerbung schreiben noch in einem Gespräch begründen, warum sie gerade in der Hauptmann-Schule arbeiten möchte. Das Praktikum hat für Cam Ly eine große Bedeutung: „Ich möchte Lehrerin werden. Die Idee, Schüler der 10. Klasse ein Praktikum machen zu lassen, ist genial. Es ist eine tolle Möglichkeit, sich allein im Berufsleben zu versuchen.“

Aber nicht nur das Praktikum an sich spielt für die Schüler eine große Rolle. Auch der Weg dorthin ist sicher sehr lehrreich. Um den richtigen Praktikumsplatz zu finden, forschten sie in den vergangenen Wochen nach ihren eigenen Interessen und Stärken. Dabei ist es trotzdem legitim, Hilfe von Eltern, Bekannten und Verwandten anzunehmen. In einem schriftlichen Bericht fassen die Schüler schließlich ihre gesammelten Erfahrungen zusammen.

Der eine oder andere wird sicher auch Probleme schildern. Denn den richtigen Platz zu finden, ist oft nicht einfach. Hat man ihn endlich entdeckt, gilt es, sich so schnell wie möglich zu bewerben.

Denn: Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Wenn man auch diese Hürde genommen hat steht dem Praktikum nichts mehr im Wege.

So wie bei Silja Dewald (16). Sie entschied sich, in einem Stralsunder Pflegeheim zu arbeiten. Dafür schrieb sie eine Bewerbung und musste sich auch in einem Vorstellungsgespräch behaupten. „Später möchte ich einen Beruf im sozialen Bereich erlernen, diese Arbeit, so glaube ich jedenfalls, ist sehr interessant. Nach dem Praktikum werde ich es genauer wissen.“ Natürlich ist sie neugierig darauf, was sie dort im Heim erwartet. Und sie weiß jetzt schon: „Es wird sicher anstrengend. Aber es ist mal was anderes als Unterricht.“

Auch Johanna Schipp (16) und Johanna Lühr (16) freuen sich darauf in die Berufswelt hinein schnuppern zu können. Johanna Schipp will sich zwei Wochen in der DRK-Kindertagesstätte am Boddenweg testen.

Ihr macht es Spaß, sich mit kleinen Kindern zu beschäftigen, und sie hofft, mehr über den Beruf als Erzieher zu erfahren. Johanna Lühr verbringt die zwei Wochen in einer logopädischen Praxis. Auch für sie ist es wichtig, Kontakt mit Menschen zu haben und mit ihnen zu arbeiten.

Ich wollte diesen Praktikumsplatz unbedingt haben, weil ich wissen möchte, wie es ist, mit Kindern zu arbeiten.“Cam Ly Nguyen Huynh (16)

Claudi Anders

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