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Stralsund Nachdenken über höhere Hallengebühren
Vorpommern Stralsund Nachdenken über höhere Hallengebühren
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00:00 24.02.2017
Ribnitz-Damgarten

Erwachsenensportgruppen in Ribnitz-Damgarten sollen ab 2018 mehr für die Nutzung von Sporthallen und Sportplätzen zahlen. Die Verwaltung Bernsteinstadt hat am Dienstagabend im Sportausschuss Vorschläge dazu unterbreitet. Die beiden Berechnungsbeispiele legten demnach eine Verdreifachung und eine Verfünffachung zugrunde. Hintergrund ist die Haushaltskonsolidierung der Stadt. In diesem Jahr und in den nächsten Jahren fehlen laut aktueller Planung jeweils rund 1,5 Millionen Euro. Die zusätzlichen Einnahmen sollen zum Ausgleich des Defizits beitragen.

Die Beispiele seien laut Antje Weilandt, zuständig für die Sportstätten, aber lediglich Diskussionsgrundlage. Die Sportvereine seien angehalten, zu klären, was sie leisten können und was nicht. „Wir können das nur zusammen mit den Vereinen umsetzen“, so Weilandt.

Auch die Nutzungsentgelte anderer Gemeinden wurden den Vereinen zum Vergleich zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde Sanitz beispielsweise verlangt von ihren Vereinen bis zu 18 Euro pro Stunde für die Nutzung einer Sporthalle. Die Stadt Marlow bis zu 7,50 Euro. Ribnitz-Damgarten erhebt nach aktueller Satzung bis zu drei Euro pro Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer.

„Mein Wunsch ist, dass die Satzung so bleibt. Ich bin dafür, die Entgelte so zu lassen“, sagt Hans-Dieter Konkol, Vorsitzender des Sportausschusses. Eine Erhöhung, da sind sich die Beteiligten einig, solle nicht zu Lasten des Kinder- und Jugendsports erfolgen.

Laut Horst Schacht, Mitglied im Sportausschuss und Präsident des Ribnitzer Sportvereins, sei eine Änderung möglich. „Erhöhung ja, ein bisschen Luft nach oben besteht, aber in Maßen.“ Der RSV werde einen eigenen Vorschlag erarbeiten.

Ralf Lindemann, ebenfalls Ausschussmitglied und Präsident des PSV Ribnitz-Damgarten, sagt: „Man muss sich die Vorschläge jetzt im Detail anschauen und diskutieren.“ Klar sei, dass es um den Etat der Stadt nicht gut bestellt ist. „Es ist gerechtfertigt, dass die Vereine ihren Beitrag leisten.“ Wie die Vereine die mögliche Mehrbelastung finanzieren, sei aber offen.

Eine positive Nachricht gab’s dann doch noch: Die Sportförderung soll 2017 wie bisher aufrechterhalten bleiben. 37000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant.

Robert Niemeyer

Das zahlen andere

Sanitz verlangt bis zu 18 Euro pro Stunde, Marlow bis zu 7,50 Euro, die Stadt Barth bis zu sieben Euro von einheimischen Vereinen.

Prerow nimmt für seine Sporthalle 15 Euro/Stunde. Sportgruppen einheimischer Vereine können eine Jahresgebühr von 80 Euro zahlen.

Die Hansestadt Rostock verlangt für die Nutzung ihrer Sporthallen und Sportplätze von Erwachsenengruppen einheimischer Sportvereine bis zu zwölf Euro und berechnet sogar für Kindergruppen einheimischer Vereine bis zu 2,80 Euro pro Stunde.

Grevesmühlen, von der Größe vergleichbar mit Ribnitz-Damgarten, nimmt bis zu 60 Euro/Stunde. Einheimische Vereine erhalten eine Ermäßigung von 75 Prozent, die Gebühr liegt dann bei 15 Euro, Kinder- und Jugendgruppen einheimischer Vereine erhalten 90 Prozent Rabatt. Das macht etwa sechs Euro pro Stunde.

OZ

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