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Nachdenklicher IC-Falkenberg gibt Konzert am Sund

Stralsund Nachdenklicher IC-Falkenberg gibt Konzert am Sund

Ralf Schmidt alias IC Falkenberg stellte sein neues Album „Geliebtes Leben“ im voll besetzten Remter des Stralsund Museums vor. Er bezog dabei auch Stellung zur aktuellen Debatte um Flüchtlinge aus den Kriesengebieten dieser Welt.

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Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Es war 1883 als Ralf Schmidt alias IC Falkenberg bei der erfolgreichen DDR-Rockband Stern Meißen einstieg. Parallel dazu startete er eine bis heute erfolgreiche Solokarriere mit elektronischer Musik. Auf seiner Tour zum aktuellen Album „Geliebtes Leben“ gastierte IC Falkenberg am Freitagabend im Remter des Stralsund Museums, wo er sich auf einem Konzertflügel und an der Gitarre instrumental begleitete.

Nachdenkliche und ernste Töne schlug der 56-jährige gebürtige Hallenser zunächst an. „Was würdest Du tun, wenn Dein Land ein Krieg wär´?“ und wenige Zeilen weiter „Was würdest Du tun, wenn Deine Hoffnung eine Festung wär?´“, sang Ralf Schmidt und bezog eindeutig Stellung zur aktuellen Flüchtlingsdebatte. Für ihn gibt es keine einfachen Antworten auf die Frage, wie globale Krisen und Katastrophen überwunden werden könnten. „Geschichtsvergessenheit“ warf IC Falkenberg Leuten vor, die es sich mit der Beantwortung dieser Fragen allzu leicht machen. Die stattdessen mit dumpfen Parolen einen Keil in die Gesellschaft treiben, um sie zu spalten. Wenn demokratische Parteien sich uneinig sind, schlägt die Stunde der Populisten, so Falkenberg.

Übrigens: Ralf Schmidts Eltern mussten während des Zweiten Weltkrieges aus Riga fliehen, bauten sich in Halle an der Saale ein neue Existenz auf.

Als „Seelenräuber“, „Lügenverkäufer“, „Scharlatane“ bezeichnete Schmidt die Vertreter jener nationalistischen Bewegungen, die keine Zuwanderung dulden wollen. Zur akustischen Verhöhnung nationalistischer Blender bewegte Falkenberg die Männer Saal zum Scheppern mit Schlüsselbunden. Die Frauen durften ein lang gezogenes „Iiiiiiii“ von sich geben. Das Experiment gelang. Der Remter wirkte wie ein großer Klangkörper.

Im zweiten Konzertteil bestimmten „alte“ Lieder Falkenbergs das Programm, und so mancher Zuhörer erinnerte sich dabei gerne an seine Jugend.

Von Christian Rödel

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