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Stralsund Narren und Jecken ganz maritim
Vorpommern Stralsund Narren und Jecken ganz maritim
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00:10 27.02.2017
Die volle Bandbreite der diesjährigen Kostümauswahl repräsentierten diese ausgelassenen Damen in der „Werkstatt“ auf der Hafeninsel. Das Spektrum der Verkleidungen reichte von der grünen Seegrasfee bis hin zur strengen Beamtin der Wasserschutzpolizei. Quelle: Foto: (4): Christian Rödel
Stralsun

d. Im 61. Jahr des legendären Ipro-Faschings feierten Jecken und Narren vom Strelasund am Samstagabend an einem neuen Veranstaltungsort die fünfte Jahreszeit – in der „Werkstatt“ und im „Goldenen Anker“ auf der Hafeninsel. Die Faschingsfans folgten hier dem Motto „Im Petri-Reich der Ostsee“ – kurz: Ipro – in Scharen und verkleideten sich entsprechend maritim. „Wir waren bereits vor zwei Wochen restlos ausverkauft“, freute sich Jutta Romers-Apitz, ihres Zeichens Ipro-Präsidentin seit 17 Jahren, über die große Resonanz. Die 61-jährige Stralsunder Vereinschefin könnte sich vorstellen, auch künftig auf der Hafeninsel Faschingspartys abzuhalten.

Der 61. Ipro-Fasching wurde passend am neuen Standort auf der Hafeninsel ausgiebig gefeiert

Die 23 aktiven Mitglieder des eingetragenen Vereins hatten am Wochenende jedenfalls die neue Lokalität gegenüber der „Gorch Fock“ mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Die verkleideten Gäste standen dem nicht nach, ließen sich von der Unterwasserwelt der Meere bei der Kostümwahl inspirieren. So erschien die junge Stralsunderin Franziska Neubauer als Ostseequalle und hatte sich dafür extra ein fantasievolles Outfit selbst geschneidert. „Den Kopfschmuck habe ich aus luftgefülltem Plastikverpackungsmaterial hergestellt und den Rest des Kostüms aus Stofffetzen“, sagte die Närrin.

Im perfekt geschneiderten Kapitänsanzug warf sich der Stralsunder Thomas Knoll in das Jecken-Getümmel und tanzte mit attraktiv verhüllten Frauen die Nacht hindurch. Als Wikinger mit mächtigem Gehörn auf dem Kopf schwoofte der von Statur her präsente Hansestädter Frank Dinse mit dem zarten Hafenkätzchen Marietta Will dem Morgen entgegen.

Mit ihren 79 Lenzen dürfte die ehemalige OP-Schwester Rita Brinckmann wohl als Nestorin der diesjährigen Narrensaison gelten. „Ich bin schon als junges Mädchen beim Ipro-Fasching dabei gewesen, das hat mich wohl bis heute fit gehalten“, sagte die Grande Dame des traditionsreichen Faschingsclubs lachend und rückte ihre blonde Perücke noch einmal zurecht. Rita Brinckmanns Freundin Marion Knütter platzte in bester Partylaune heraus: „Bei uns sprühen die Funken, auch ohne Funkenmariechen.“ Zu den vielen unsichtbaren Helfern des Ipro-Vereins, die im Vorfeld des Kostümballs schwere körperliche Arbeit leisteten, um alles aufzubauen, zählte „Hajo“ Kleinert, der wegen seiner schlanken, ranken Gestalt und dem längeren Haar fast wie ein junger Springinsfeld wirkt. Der 72-jährige drahtige Stralsunder kümmert sich bereits seit 1980 um den technisch reibungslosen Verlauf der Faschingsveranstaltungen. Nach seiner Überzeugung müsste der Ipro-Faschingsclub der älteste in Vorpommern sein.

Christian Rödel

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