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Stralsund Netto in Tribsees hat dicht gemacht
Vorpommern Stralsund Netto in Tribsees hat dicht gemacht
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00:00 08.02.2018
Trotz aller Proteste und Einwände hat das Unternehmen aus der Oberpfalz seine Netto-Filiale in Tribsees geschlossen. Quelle: Foto: Harry Lembke

Tribsees. Aller Kampf hat nicht genützt: Netto hat seine Filiale in Tribsees geschlossen. Dabei hatten die Einwohner der Trebelstadt Unterschriften gesammelt, um das Aus des Discounters zu verhindern. Und auch Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU) schrieb an das Unternehmen in Maxhütte, um noch einmal zu einem Gespräch einzuladen (die OZ berichtete).

Doch der Protest ist verhallt, der Lebensmittel-Discounter blieb bei seinen Plänen. „Da die Netto-Filiale in der Goethestraße 11 nicht mehr unserem modernen Netto-Konzept hinsichtlich Lage, Erreichbarkeit, Größe und Gestaltung entspricht, wird die Filiale Anfang 2018 geschlossen“, hieß es im Oktober auf OZ-Anfrage aus der Unternehmenskommunikation. Man sei lediglich Mieter in dem Gebäude, dass einst von Plus gebaut wurde. Viele Jahrzehnte hindurch stand auf diesem Areal die Tribseeser Molkerei. Nachdem sie 1990 stillgelegt und 1991 abgerissen worden war, entstand dort in kurzer Zeit das Marktgebäude, in dem ab 1992 Plus bis 2009 und danach Netto ihr Warenangebot präsentierten.

Keine Autos mehr auf dem Parkplatz, keine Kunden mit Einkaufswagen, keine bunten Hinweistafeln und Werbeplakate – in dem Flachbau in der Goethestraße weist nichts mehr darauf hin, dass hier 26 Jahre lang ein Einkaufsmarkt für emsiges Treiben sorgte. In einem Nebentrakt gab es zeitweise auch eine Fleischerei, einen Bäcker, eine Pizzeria und eine Eisdiele, die aber alle nach unterschiedlich kurzer Anwesenheit wieder verschwunden waren. Offensichtlich rechnete sich der Umsatz dort nicht. Denn sowohl an der Landesstraße Richtung Autobahn als auch im Neubaugebiet haben Lidl und Edeka viele Kunden gezogen. Und so bot gerade die Frontseite des Netto-Marktes zur Straße hin mit den leer stehenden Räumen schon lange einen eher trostlosen Anblick.

Nun steht die große Markthalle leer, und die Umgebung macht einen traurigen Eindruck. Für die Tribseeser, vor allem für die Menschen im östlichen Stadtbereich und die Einwohner einiger Dörfer, ist die Schließung von Netto bedauerlich (die OZ berichtete).

Bleibt die Frage: Was wird nun aus dem gerade mal 25 Jahre alten Gebäude? Die Trebelstädter befürchten eine weitere Ruine mit einer zunehmend verwildernden Umgebung...

Harry Lembke und Ines Sommer

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