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Neue Bootshalle in Barth — Einweihung im Herbst

Barth Neue Bootshalle in Barth — Einweihung im Herbst

Um die Ruhe am Hafen nicht zu stören, beginnen die Arbeiten erst Ende August

Barth. Architekt Daniel Brand hat den Mitgliedern des Barther Segler-Vereins jetzt das endgültige Projekt zum Ersatzneubau einer Bootshalle vorgestellt. Die Halle soll den vor anderthalb Jahren abgerissenen Schipperschuppen ersetzen. Das einstige, zum Zeitpunkt des Abrisses um 100 Jahre alte Wahrzeichen des Westhafens hatte nicht mehr den heutigen statischen Anforderungen genügt.

„Der Neubau ist eine freitragende Stahlkonstruktion, die mit ihrer Form und ihrer Dachneigung an das Erscheinungsbild des alten Bootsschuppens angelehnt ist“, erklärte der Barther Architekt während der Hauptversammlung des Segler-Vereins. Aus dem gleichen Grund würden die aus Trapezblech bestehenden Hallenwände von außen zusätzlich mit dem hochwertigen Material Trespa, ein Kunststofflaminat, verkleidet, dessen Oberfläche echtem Holz sehr ähnelt. Auch bei der Farbgebung habe man sich stark am alten Schipperschuppen orientiert. Im Gegensatz zu diesem sei die neue, in ihrem Grundriss L-förmige Halle um zwei Meter tiefer und im hinteren Teil um fast fünf Meter breiter als ihr Vorgänger (Tiefe: 27 Meter, Breite hinten: 22 Meter, Breite vorn: 17,50 Meter). Auch die umlaufenden Lichtfelder unter dem Hallendach sollen in hochwertiger Bauweise aus Glas bestehen.

Noch in dieser Woche werde nach erfolgter Ausschreibung die Vergabe des Hallenbaus (Hochbau) erfolgen, Ende Juli würden die Gründungsarbeiten (Fundament) vergeben.

„Um die Ruhe am Hafen während der Sommerferien nicht zu stören, werden wir erst Ende August mit den Gründungsarbeiten beginnen“, kündigte Daniel Brand an. „Der Hochbau wird sich sofort anschließen, so dass mit der Fertigstellung spätestens Ende November zu rechnen ist.“

„Es wird ein Schmuckstück“, schwärmte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Frank Sommer. Natürlich kann der Segler-Verein die Kosten für solch ein großes Vorhaben nicht allein aufbringen. Er hatte sich deshalb schon vor zwei Jahren um Fördermittel gekümmert. „Vor zwei Wochen ging der Förderbescheid des Landesförderinstitutes bei uns ein“, berichtete Kassenwart Wolfgang Ewert. „Neben dem Landessportbund und dem Innenministerium unterstützt auch die Stadt Barth unser Vorhaben.“

Die Vorfreude auf die neue Errungenschaft ist bei vielen Seglern groß, so auch bei den beiden ältesten und langjährigsten Vereinsmitgliedern Dieter Burr (78) und Gerd Zorn (80). Beide gehören dem Verein seit 1953 an, Dieter Burr seither durchgängig als Eigner eines Bootes. Aus gesundheitlichen Gründen will er sich nun von seinem vierten Boot, einem Stahljollenkreuzer, den er 1979 erstmals zu Wasser gelassen hatte, trennen. „Wenn ich unser Gelände heute anschaue, bin ich stolz. Auch wenn hin und wieder mal jemand nörgelt, ist die Entwicklung nach der Wende wunderbar gelaufen“, freute er sich. Der Vereinsveteran war bis zur Mitte der 90er Jahre selbst drei Jahrzehnte lang Vorstandsmitglied gewesen. Auch Gerd Zorn brachte seine Anerkennung zum Ausdruck und erinnerte sich. „Was war das Gelände für eine Ruine, als wir hier Mitglieder wurden. Zur DDR-Zeit unterstützen uns dann die Betriebe mit Material und Technik, doch heute muss man alles selbst finanzieren. Wenn sich Sportfreund Wolfgang Ewert mit seiner Technik und seinem Organisationstalent nicht so intensiv eingebracht hätte, wären wir noch lange nicht soweit gekommen.“

Während die beiden Ältesten in ihren Erinnerungen kramten, wurden die letzten Boote in den Hafen gekrant und die ersten Masten gestellt. Traditionell zählt damit die Wassersportsaison als eröffnet.

Am Abend trafen sich die Mitglieder wieder, um beim Seglerball auf das 90-jährige Vereinsbestehen anzustoßen.

Von Volker Stephan

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