Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Neue Erkenntnisse zur Hanse und Stralsund
Vorpommern Stralsund Neue Erkenntnisse zur Hanse und Stralsund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 21.09.2016

Neue Erkenntnisse zur Geschichte Pommerns, des Ostseeraums und speziell der Hanse sind in einer Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Horst Wernicke, Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte/Hansegeschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, erschienen. Fünf von 46 Beiträgen befassen sich ausschließlich mit Stralsund.

Die pensionierte Historikerin Heidelore Böcker behandelt den Stralsunder Syndikus und Bürgermeister Nikolaus Gentzkow (1501–1576). Er hat ein autobiographisches Tagebuch für einen Teil seines Lebens hinterlassen. Die Handschrift wird im Stadtarchiv Stralsund aufbewahrt. Dessen früherer Leiter Hans-Joachim Hacker begibt sich auf Hansespuren in Stralsund und wird dabei sowohl bei den Exponaten des Stralsund Museums als auch in den Beständen des Stadtarchivs fündig.

Der Greifswalder Kunsthistoriker Michael Lissok stellt die Errichtung des Denkmals für Lambert Steinwich auf dem Alten Markt und dessen Umsetzung ans Wulflamufer dar. Gunnar Möller, Mitarbeiter des städtischen Bauamtes und dort für Denkmal- und Bodendenkmalpflege zuständig, behandelt eine frühere typische architektonische Erscheinung in den Hansestädten, die Wangensteine.

Stralsunds Stadtarchivleiter Dirk Schleinert sichtete die noch überlieferten Dokumente zum Rechtsstreit der Hansestadt mit der adligen Familie von Barnekow nach der Tötung des Landvogtes Raven Barnekow von Rügen 1453 auf Veranlassung des Bürgermeisters Otto Voge. Es ist einer der frühesten bekannten Fälle eines Prozesses aus Pommern vor dem kaiserlichen Kammergericht.

Weitere Beiträge behandeln Stralsund zumindest mit, so beispielsweise Hartmut Bettin und Dietmar Volksdorf in ihren Betrachtungen zu Badestuben und Badern in norddeutschen Hansestädten oder Ortwin Pelc bei der Darstellung der Befestigungen der vorpommerschen Städte im Mittelalter. Bei anderen Beiträgen besteht ein mittelbarer Stralsundbezug. So etwa bei Haik Thomas Porada, der das kleine Dorf Nehringen an der Trebel zwischen Tribsees und Demmin vorstellt.

Das 724 Seiten umfassende Buch ist im Hamburger Verlag Dr. Kovac erschienen und über den Buchhandel zum Preis von 98 Euro erhältlich (ISSN 1864-0923).

OZ

Mehr zum Thema

Christine Petzsch hat 1993 das ehemalige Landwarenhaus übernommen / Doch der Konkurrenzdruck ist zu hoch / Jetzt läuft der Ausverkauf

16.09.2016

Rund 300 Spanischlehrer aus ganz Deutschland tauschen sich für drei Tage hier aus / An Greifswalder Schulen wird Spanisch immer beliebter

16.09.2016

Scheidender Bildungsminister spricht sich gegen die Verlagerung nach Schwerin und für einen Archivneubau aus

16.09.2016

Viele junge Stralsunder verbringen ein Schuljahr im Ausland / Drei Mädchen berichten von ihren Erlebnissen

21.09.2016

Im nächsten Jahr wollen die Tribseeser den Besuchern eine noch attraktivere Schießsportanlage vorstellen können.

21.09.2016

Der neue Eigentümer der einstigen IT-Schmiede hat sein Grobkonzept präsentiert / Demnach soll auch das Hostel erweitert und ein Schulungszentrum etabliert werden

21.09.2016
Anzeige