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Neue Erkenntnisse zur Hanse und Stralsund

Stralsund Neue Erkenntnisse zur Hanse und Stralsund

Neue Erkenntnisse zur Geschichte Pommerns, des Ostseeraums und speziell der Hanse sind in einer Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof.

Stralsund. Neue Erkenntnisse zur Geschichte Pommerns, des Ostseeraums und speziell der Hanse sind in einer Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Horst Wernicke, Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte/Hansegeschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, erschienen. Fünf von 46 Beiträgen befassen sich ausschließlich mit Stralsund.

Die pensionierte Historikerin Heidelore Böcker behandelt den Stralsunder Syndikus und Bürgermeister Nikolaus Gentzkow (1501–1576). Er hat ein autobiographisches Tagebuch für einen Teil seines Lebens hinterlassen. Die Handschrift wird im Stadtarchiv Stralsund aufbewahrt. Dessen früherer Leiter Hans-Joachim Hacker begibt sich auf Hansespuren in Stralsund und wird dabei sowohl bei den Exponaten des Stralsund Museums als auch in den Beständen des Stadtarchivs fündig.

Der Greifswalder Kunsthistoriker Michael Lissok stellt die Errichtung des Denkmals für Lambert Steinwich auf dem Alten Markt und dessen Umsetzung ans Wulflamufer dar. Gunnar Möller, Mitarbeiter des städtischen Bauamtes und dort für Denkmal- und Bodendenkmalpflege zuständig, behandelt eine frühere typische architektonische Erscheinung in den Hansestädten, die Wangensteine.

Stralsunds Stadtarchivleiter Dirk Schleinert sichtete die noch überlieferten Dokumente zum Rechtsstreit der Hansestadt mit der adligen Familie von Barnekow nach der Tötung des Landvogtes Raven Barnekow von Rügen 1453 auf Veranlassung des Bürgermeisters Otto Voge. Es ist einer der frühesten bekannten Fälle eines Prozesses aus Pommern vor dem kaiserlichen Kammergericht.

Weitere Beiträge behandeln Stralsund zumindest mit, so beispielsweise Hartmut Bettin und Dietmar Volksdorf in ihren Betrachtungen zu Badestuben und Badern in norddeutschen Hansestädten oder Ortwin Pelc bei der Darstellung der Befestigungen der vorpommerschen Städte im Mittelalter. Bei anderen Beiträgen besteht ein mittelbarer Stralsundbezug. So etwa bei Haik Thomas Porada, der das kleine Dorf Nehringen an der Trebel zwischen Tribsees und Demmin vorstellt.

Das 724 Seiten umfassende Buch ist im Hamburger Verlag Dr. Kovac erschienen und über den Buchhandel zum Preis von 98 Euro erhältlich (ISSN 1864-0923).

OZ

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