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Stralsund Neue Haltestelle, neue Busse, andere Linien
Vorpommern Stralsund Neue Haltestelle, neue Busse, andere Linien
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00:00 07.05.2016
Karsten Bööck ist VVR-Betriebsleiter für Stralsund und Grimmen. Hier steht er in einem der beiden neuen Busse, die jetzt in der Hansestadt unterwegs sind. Das Fahrzeug verfügt über 44 Sitz- und 120 Stehplätze, ist kameraüberwacht und besonders umweltfreundlich. Quelle: Alexander Müller
Stralsund

Nach der heftigen Kritik an Veränderungen im Stralsunder Busliniennetz hat die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) jetzt einige Verbesserungen eingeführt. Gestern wurde die neue Haltestelle „Knieper Nord“ vorgestellt, die direkt an der Kreuzung Heinrich-Heine-Ring/Große Parower Straße liegt.

Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen führt zum Sommerfahrplan Veränderungen ein / Einrichtungen zwischen Bahnhof und Grünhufe sollen besser erreichbar sein / Damit reagiert die VVR auch auf Proteste der Stralsunder

„Die Haltestelle war ein Wunsch der Leute aus der vergangenen Fahrplankonferenz“, sagte der VVR-Betriebsleiter für Stralsund und Grimmen, Karsten Bööck. Wer zum Beispiel vom Berufsförderungswerk, vom Ärztehaus Schwedenschanze oder von einem nahen Hotel zum Bus will, hat es nun nicht mehr so weit. Die Station wird von den Linien 3 und 4 angefahren — allerdings nur dann, wenn der Bus die Alternativroute über das Krankenhaus nimmt.

Bei der neuen Haltestelle wurde auf eine hohe Bordsteinkante geachtet, damit es gerade ältere Menschen leichter beim Einsteigen haben. Die Arbeiten wurden vom städtischen Bauhof durchgeführt. „Der Aufwand war relativ gering, wir haben die Gegebenheiten genutzt“, sagte Stephan Bogusch, Abteilungsleiter in der Stadtverwaltung für Straßen und Stadtgrün. Der neue Stopp soll offiziell ab Sonntag angefahren werden. Die Busfahrer haben jedoch die Anweisung, bereits jetzt dort wartende Fahrgäste mitzunehmen.

Neben einer neuen Station im Liniennetz gibt es nun auch zwei neue Busse. Die Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz Citaro verfügen über 44 Sitz- und 120 Stehplätze. Sie sind umweltfreundlicher als ältere Modelle und komplett kameraüberwacht. Es gibt Platz für einen Rollstuhlfahrer im vorderen Teil und einen Bereich für Kinderwagen im hinteren Teil. An der hinteren Tür gibt es zudem einen neuen Knopf, der es Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen ermöglicht, mehr Zeit beim Aussteigen zu haben.

Ein Bus kostet 300000 Euro. „Die Linien sind sehr gut ausgelastet, da brauchten wir mehr große Busse“, sagte VVR-Betriebsleiter Karsten Bööck. Der Fuhrpark wurde aber insgesamt nicht vergrößert. Stattdessen wurden zwei ältere Busse in ein anderes Gebiet der Verkehrsgesellschaft abgegeben. Auch der größte Kritikpunkt der Stralsunder — die geringe Anzahl von Bussen in der Barther Straße — wurde von der VVR ernst genommen. Künftig verkehrt die Linie 1 zwischen Viermorgen und Altefähr über Hauptbahnhof, Barther Straße und Grünhufe fünf Mal samstags und sonntags. Außerdem fährt die Linie 8 nicht mehr über Strelapark/Zoo. Von Schmedshagen kommend führt sie nun über Grünhufe, Mühlgrabenstraße und Vogelsangstraße. Dadurch ergeben sich von Montag bis Freitag Taktverdichtungen auf der Relation Hauptbahnhof, Barther Straße und Grünhufe. Karsten Bööck: „Wir haben versucht, die von der Bevölkerung kritisierten Punkte im Rahmen unserer Möglichkeiten zu verbessern.“

Fuhrpark wird permanent modernisiert

31 Busse befinden sich für Stralsund im Fuhrpark der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. Dazu gehören jetzt auch zwei neuen Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz Citaro, Modell C2. Sie erfüllen die Abgasnorm Euro 6.

169 Fahrzeuge sind im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen unterwegs. 54 Busse fahren auf der Insel Rügen, 44 in Grimmen und 40 in Ribnitz-Damgarten.

• Mehr Infos: www.vvr-bus.de.

Von Alexander Müller

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