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Stralsund Neuen Ideen Raum geben
Vorpommern Stralsund Neuen Ideen Raum geben
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16:56 30.01.2018
Falko Groß, Danilo Otto, Amy Zillmann, Milena Perisa, Julia March, Alina Wäscher, Finn Wallauer und Leon Jann aus der 5. Klasse der Hermann-Burmeister-Schule auf dem Schulhof. Quelle: Fotos: Miriam Weber (3)/privat
Stralsund

Seine Tür steht jedem offen, sagt Frank Sintara, Schulleiter der Hermann-Burmeister-Schule. „Egal, ob es sich um Kollegen oder Schüler handelt.“ Die offene Tür ist durchaus Sinnbild für das Klima an der Regionalen Schule in der Tribseer Vorstadt. Denn offen ist Frank Sintara auch für neue Ideen und neue Wege.

An der Hermann- Burmeister-Schule gibt es das besondere Bildungsangebot des Produktiven Lernens.

Essen: Wahl zwischen Menüs

Die Grund- und Regionalschüler nutzen einen gemeinsamen Essenraum, der sich im Schulgebäude befindet. Die Zeiten für die Mittagsversorgung sind geregelt und abgestuft. Das Essen wird vom Internationalen Bund geliefert, im Vorfeld können die Schüler aus verschiedenen Menüs wählen.

Namensgeber

Hermann Burmeister wurde 1807 in Stralsund geboren und war ein bekannter Naturwissenschaftler. Er lehrte an Universitäten, brachte Bücher heraus und siedelte 1861 nach Argentinien über.

Lehrer: Weiter- und Fortbildung

Die elf Klassen und zwei Klassen des Produktiven Lernens werden von 22 Lehrern unterrichtet. Außerdem gibt es einen Schulsozialarbeiter vom Verein „Lebensräume“. Lehrer nehmen nicht nur regelmäßig an Weiterbildungen teil, sondern besuchen auch Seminare zur Stressbewältigung.

Ausstattung: Bibliothek im Haus

Zur Ausstattung der Schule gehören Musik- und Kunsträume, Labore und eine Werkstatt. Außerdem können die Schüler eine Bibliothek, eine Küche und einen Computerraum nutzen. Es gibt sowohl eine Turnhalle als auch einen Sportplatz, und es stehen Schließfächer zur Verfügung.

Freizeitangebot: Sport und Kunst

Das Nachmittagsangebot ist breit gefächert. Neben Kochen und Backen können die Schüler aus verschiedenen Kursen, wie Cajon, Graffiti, Tanz oder Sport, wählen. Außerdem können die Mädchen und Jungen der Regionalschule an Projektwochen oder einer Studienfahrt nach London teilnehmen.

Förderangebote: Berufsreife

Es gibt für Jugendliche das besondere Bildungsangebot des Produktiven Lernens – mit einer Mischung aus Theorie und Praxis. Dort können Schüler ihre Berufs- und die Mittlere Reise erlangen. Angeboten werden außerdem Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und Forder- und Förderunterricht.

Deshalb gibt es an der Burmeister-Schule das besondere Bildungsangebot des Produktiven Lernens. Im Zeitraum von zwei bis vier Jahren haben Jugendliche die Möglichkeit, ihren Abschluss der Berufsreife oder sogar der mittleren Reife abzulegen. „Drei Tage in der Woche lernen die Schüler an einem Praxisort, den sie sich dreimal im Jahr selbst wählen, und zwei Tage in der Woche wird in der eigenen Lernwerkstatt gelernt“, erklärt Frank Sintara. Zwei Klassen gibt es derzeit beim Produktiven Lernen. Eine der Schülerinnen ist Anastasija Schwab. „Ich bin froh, dass es diese Möglichkeit für einen Schulabschluss gibt“, sagt die 18-Jährige, die in der 10. Klasse lernt. Was Anastasija an ihrer Schule außerdem mag, ist das gute Verhältnis zu den Lehrern.

An diesem Punkt pflichtet ihr Sarah Zilski bei. Die 16-Jährige ist Schülersprecherin und erklärt: „Gut, dass wir nicht so eine riesige Schule sind. Bei 295 Schülern kennen sich fast alle untereinander, und auch zu den Lehrern haben wir einen guten Draht.“ Sarah lernt seit der 4. Klasse an der Hermann-Burmeister-Schule, denn in dem Haus ist nicht nur die Regionale, sondern auch die Grundschule untergebracht. „Das ist uns wichtig“, hakt Frank Sintara ein. „Grund- und Regionalschule machen auch immer wieder gemeinsame Sache.“

Bei aller Projektvielfalt ist es Frank Sintara und seinen Kollegen wichtig, auf einen Aspekt besonderes Augenmerk zu legen: Gesundheit. „Deshalb haben wir uns entschlossen, am Projekt ,Gestikus’

(Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen in Kitas und Schulen) teilzunehmen“, erklärt der Schulleiter. „Es geht darum, ein nachhaltiges Konzept zur Gesundheitserziehung in der gesamten Schule zu entwickeln.“ Das sei nicht allein mit gesunder Ernährung erledigt, sondern müsse viel breiter aufgestellt werden. „Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, sagt Frank Sintara, „und da müssen wir ansetzen.“ Es sei nicht nur mit einem einmaligen „Tag der gesunden Brotdose“ getan, sondern das Thema müsse in den Alltag integriert werden. Und genau das soll an der „Burmeister“ passieren. Auch bei seinem Kollegium – denn Lehrergesundheit spiele auch eine wichtige Rolle. Kommunikation im Team werde groß geschrieben und Seminare zur Stressbewältigung angeboten. „Derzeit machen wir eine Onlinebefragung unter Lehrern, Schülern und Eltern, um daraus dann unser Konzept zu gestalten.“

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Thema Gesundheit Neuland an der Schule ist. Zu den vielen Arbeitsgemeinschaften gehört unter anderem das gesunde Kochen und Backen.

Breit angelegt ist zudem die Berufsorientierung und alles, was damit verbunden ist – angefangen beim Betriebscasting bis hin zu Bewerbungstrainings oder einem Berufsorientierungscamp.

„Eine feste Größe sind bei uns die Kooperationen mit dem Ozeaneum und dem Meeresmuseum mit traditionellen Veranstaltungen, die das gesamte Schuljahr für die 6. und 7. Klassen laufen.“

Die OZ stellt alle weiterführenden Schulen vor

Das zweite Schulhalbjahr nimmt nach den Winterferien Fahrt auf, und nun legt auch die OZ beim Thema Bildung richtig los. Heute starten wir den OZ-Schulnavigator – für diese neue Serie besuchen unsere Reporter alle weiterführenden Schulen in Stadt und Region. „Wir werden die Bildungseinrichtungen genau unter die Lupe nehmen, sagen, was gut läuft und wo wir Verbesserungsbedarf sehen“, kündigt OZ-Chefredakteur Andreas Ebel an. „Wir wollen auch Ratgeber sein für Eltern, die noch nicht wissen, an welche Schule sie ihr Kind schicken.“

OZ-Reporter stellen dafür alle Gymnasien, Regional- und Förderschulen im Verbreitungsgebiet vor – staatliche und private Bildungsstätten. Neben einem Bericht zu den Charakteristika der Einrichtungen gibt es knackige Einschätzungen zu fünf wichtigen Kategorien: Wie ist die Schule aufgestellt bei Ausstattung, Lehrern, Verpflegung, Förder- und Freizeitangeboten?

„Bildung wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Deshalb wollen wir den Fokus verstärkt auf unsere Schulen legen“, sagt Ebel. Neben den wichtigen Ratgeber-Infos für Eltern und Schüler könnten die Schulen die größere Öffentlichkeit nutzen, um sich darzustellen und zum Beispiel Projekte voranzutreiben, so der OZ-Chefredakteur.

MV-Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) ist gespannt auf die neue OZ-Serie. „Ich freue mich darüber, dass sich die OZ so ausführlich mit Bildungsthemen beschäftigt und unsere Schulen eine Möglichkeit erhalten, sich und ihre Arbeit zu präsentieren.“ Parallel zur Zeitungsserie arbeitet die OZ bereits an einem Online-Portal, auf dem künftig regelmäßig über die Schulen im Land berichtet werden soll.

Miriam Weber

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