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Neuer Elektro-Flitzer: Göhren setzt auf alternative Antriebe

Göhren Neuer Elektro-Flitzer: Göhren setzt auf alternative Antriebe

Künftig sollen Touristen mit einem Elektroauto über die Insel düsen, das die Kurverwaltung für diesen Zweck angeschafft hat. Vier weitere Wagen sollen folgen.

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Spart sich jetzt den Weg an die Tankstelle: Göhrens Kurdirektor Jörn Fenske setzt auf den elektrisch angetriebenen Fiat 500.

Quelle: Steffi Besch

Göhren. „Den hört man ja wirklich kaum“, äußert Jörn Fenske erstaunt, nachdem er das knallgrüne Gefährt vor dem Haus des Gastes anschmeißt. Ein kurzer Blick auf die Bedienelemente und schon saust der Kurdirektor nahezu lautlos vom Hof für eine erste Ortskontrollfahrt im neuen elektronisch angetriebenen Fiat 500. Der wurde zuvor angeliefert und soll eines von insgesamt fünf Fahrzeugen dieser Art sein, die bis Jahresende angeschafft werden. Teil des neuen Göhrener Energiemanagements. Neben dem Kurverwaltungs-Fiat wird es bald auch auf dem Parkplatz des Waldhotels zwei Elektroautos geben. Mit weiteren Hoteliers und interessierten Touristikern laufen derzeit noch Gespräche. „Wir wollen auch auf dem 20. Bädertag am 24. April über die Möglichkeiten und Konditionen informieren und weitere Unternehmen überzeugen.

Das war zunächst Aufgabe des mecklenburgischen Energieversorgers WEMAG, der mit seiner Marke ReeVolt neue Wege mit dem sogenannten e-Car beschritt und auf der Reise quer durch das Land auf die Suche nach Partnern ging.

„Ursprünglich wurde die Tourismuszentrale Rügen (TZR) von der Firma angesprochen. Hoteliers des Ortes erfuhren von der sehr ökologischen und ökonomischen Idee und baten mich Kontakt mit der Firma aufzunehmen. Das Resultat dieser Verhandlungen fahre ich jetzt Probe“, so Kurdirektor Fenske, der sich mit Berater Jörn Kolbe schnell einig war. Den kennt der Leiter des kommunalen Eigenbetriebes nämlich schon länger. Kolbe hatte schon vor einigen Jahren mit Touristikern im Ort kooperiert, als die movelo Elektrofahrräder aufkamen. „Es ist ein sehr gutes Projekt für Göhren, das für eine spätere Integration in größere, inselweite Initiativen gewappnet ist“, weiß der Fachmann zu berichten. So sei auch die TZR an einer Lösung dran. Denn das Verkehrsproblem auf Rügen bleibt bestehen und wird sich weiter verschärfen, wenn keine Alternative geschaffen werde. Angebote wie die Broschüre des Biosphärenreservates Südost-Rügen „Mobil ohne Auto“ seien ein Schritt in die richtige Richtung, doch unzureichend.

So sieht es auch Jörn Fenske. „Wir wollen unseren Gästen diese Möglichkeit bieten, umweltfreundlich die Insel zu entdecken. Wir planen ein Tagesticket, das die Miete für den Wagen, einen Parkplatz inklusive Stromanschluss zum Beispiel beim Naturerbe Zentrum in Prora oder dem Nationalparkzentrum Königstuhl sowie den Eintritt beinhaltet.“Fiat 500 Ford Ka oder VW Käfer benötigen gerade einmal zwei Stunden an der Steckdose, um volle Leistung zu erbringen. Immerhin 100 Kilometer Reichweite notiert der kleine Fliitzer auf der Haben-Seite. Der Strom für die Göhrener Elektroautos soll künftig aus der hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist werden. Auf dem Neubau für Rettungsschwimmer und öffentliche Toiletten im Innenhof der Kurverwaltung werden Kollektoren monotiert. Der erzeugte Strom wird künftig hier gespeichert und direkt genutzt. Auch für ein neues elektrisches Lastenbike, das neue Dienstfahrrad für die Mitarbeiter der Kurverwaltung. Aber wie war sie denn nun, die erste Probefahrt? „Das Auto hat eine beeindruckende Beschleunigung und eine für die Insel völlig ausreichende Höchstgeschwindigkeit von 80 bis 100 km/h“, ist Jörn Fenske begeistert. Das, so Kolbe liegt am elektrischen Antrieb. Durch den stünde den E-Fahrzeugen ständig das volle Drehmoment zur Verfügung. Neben dem grünen Flitzer sind auch umgerüstete Oldtimer möglich. Oder Trabbis. Das gefiele den Urlaubern aus den alten Bundesländern doch ganz sicher.

Testfahrten mit dem grünen Flitzer
Probefahrten für interessierte
Bürger und Firmen sind während des 20. Bädertages geplant. Zunächst am 25. April ab 13 Uhr auf der Terrasse des Göhrener Waldhotels. Am Stand werden neugierige Testfahrer eingewiesen und dann kann jeder los legen. Am 26. April gibt es dann am Vormittag noch einmal die gelegenheit zu einer Probefahrt zwischen Waldhotel und Hotel Hanseatic. Informationen zum Mobiltag und den Elektro-Autos gibt die Kurverwaltung des Ostsebades
unter ☎ 038308 / 66 97 25.

 



Steffi Besch

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