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Stralsund Neuer Spielplatz seit Monaten gesperrt
Vorpommern Stralsund Neuer Spielplatz seit Monaten gesperrt
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08:00 29.09.2018
55500 Euro hat die Stadtverwaltung in die Neugestaltung des Spielplatzes an der Hospitalerbastion investiert. Bisher konnte er jedoch noch nicht genutzt werden. Es gibt zu viele Mängel an den aufgebauten Elementen zu beklagen. Quelle: Fotos: Miriam Weber
Stralsund

Spinnweben glitzern an den Kletternetzen. Blätter sammeln sich auf der Rutsche. Dort, wo Kinderlachen ertönen sollte, herrscht gähnende Leere. Der Spielplatz an der Hospitaler Bastion ist verwaist.

Zu viele Mängel an Spielgeräten an der Hospitaler Bastion

Was ist da los, fragt sich auch OZ-Leser Ronald Mauke. „Seit nunmehr über drei Monaten ist der Spielplatz gesperrt. Jetzt ist seit vielen Wochen Ruhe eingezogen, die schönen neuen Spielgeräte können nur von außen betrachtet werden, der Sommer geht vorbei und die vielen Kinder, darunter meine drei Enkel, sind sehr traurig“, schreibt der Stralsunder.

Kostenpunkt: 55 500 Euro

Auf Anfrage heißt es dazu von der Stadtverwaltung: „Der Grund sind verschiedene erhebliche Mängel an den Spielgeräten, die von der beauftragten Fachfirma beim Aufbau verursacht wurden.“ Das bedeutet, dass Kindern beim Spielen Verletzungsgefahr drohen könnte. Und dann wird die Stadtverwaltung sehr deutlich: „Das Unternehmen kam den mehrfachen Forderungen zur Nachbesserung nicht nach, so dass die Nacharbeiten nun auf anderem Wege nachgeholt werden müssen.“

Ursprünglich sollte der Spielplatz, in den immerhin 55 500 Euro investiert wurden, bereits vor den Wallensteintagen übergeben werden – das Datum war nicht zufällig gewählt. Die Stadt hatte im Vorfeld Spielgerätehersteller aufgerufen, Entwürfe zu dem Thema „Wallensteinbelagerung“ einzureichen. Aus diesen durfte eine Stralsunder Schulklasse ihren Favoriten auswählen.

Über die eigenen Füße gestolpert

Das Rennen machte das Teltower Unternehmen Merry go round. Und wenn man die Elemente auf der Hospitaler Bastion sieht, kann man verstehen, warum die Kinderherzen höher schlagen. Schön sieht der neue Platz aus, und macht Lust aufs Spielen und Toben. Doch die Tücke liegt im Detail. In der Mängelliste wird unter anderem moniert, dass es Gefahrenstellen bei den Klettergeräten gibt, an denen sich die Kinder klemmen können oder die Abstände an den Kletternetzen nicht stimmen...

„Wir haben uns sehr in dieses Thema reingekniet und einen schönen und individuellen Entwurf geliefert“, sagt Ulrich Paulig, Geschäftsführer von Merry go round. „Dieser Spielplatz ist ein Unikat. Aber wir sind sozusagen über unsere eigenen Füße gestolpert.“ Er erklärt, dass die vom Auftraggeber, der Stadt, bemängelten Details nicht rechtzeitig abgestellt wurden. „Das liegt an der Summe verschiedener Aspekte, unter anderem am Umgang mit modernen Materialien.“ Aber die Stadt treffe keine Schuld und es tue dem Unternehmen für die Kinder leid. „Für die ist ja dieser Spielplatz gedacht.“ Man sei gewillt, die Mängel zu beseitigen, doch in welcher Weise das geschehen solle, darüber werde derzeit mit der Stadt verhandelt. Nur wann das passieren soll, darauf liefert Ulrich Paulig keine konkrete Antwort.

Miriam Weber

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