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Stralsund Neues Café als Treffpunkt
Vorpommern Stralsund Neues Café als Treffpunkt
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07:58 30.11.2017
Unterstützung erhält Anne-Maria Schauseil von Marita Thielke und Tom Augustyniak. Quelle: Fotos: Wenke Büssow–krämer
Franzburg

Für das Wieckhaus geht Anne-Maria Schauseil gerne unter die Gastronomen. Die Franzburgerin ist zwar seit einigen Jahren Inhaberin eines Pflegedienstes.

Im Wiekhaus im Klostergarten in Franzburg hat Anne-Marie Schauseil ein Café eröffnet. Für die 39-Jährige, die eigentlich einen Pflegedienst leitet, wäre es der größte Wunsch, wenn dieses Café ein Treffpunkt für die Franzburger werden würde, weil genau so ein Ort bisher in der Stadt fehlt.

Doch als das Café im Klostergarten erneut leergezogen wurde, kribbelte es der jungen Frau in den Fingern. „Man hat das Haus stets im Auge gehabt, man wohnt ja hier – und der Moment war günstig“, sagt die 39-Jährige.

Zu gern spaziert sie mit ihrer Familie durch den Klostergarten. „Hier gehört einfach ein Café her“, begründet Anne-Maria Schauseil ihre Entscheidung. „Es ist doch bedauerlich, dass es in Franzburg sonst kaum einen Treffpunkt gibt.“ Relativ schnell war der Entschluss gefasst und das Wieckhaus für ein Jahr von der Stadt gemietet. Nach anfänglicher Skepsis im Umfeld und auch zeitweiser eigener Zweifel, hat die Begeisterung angesteckt. Freunde und Familie stehen hinter der Idee und haben in den letzten Wochen voller Elan dort mit angepackt, wo helfende Hände gebraucht wurden. „Ich habe so viele Leute um mich herum, die das toll finden. Dafür muss ich danken“, sagt Schauseil.

Auch wenn sich in nächster Zeit im Wieckhaus immer noch einiges verändern soll, gab ihr ein volles Café am Wochenende recht. „Man braucht einen Ort an dem man sich begegnen kann“, so die zweifache Mutter. „Franzburg ist eine verschlafene Stadt. Dabei haben wir hier viele Familien. Kita und Hort sind voll“, erklärt sie. Auch deshalb denkt sie bereits an zukünftige Veranstaltungen und Themenabende. Dafür bietet auch der Raum im Obergeschoss zusätzlichen Platz für eventuelle Kinoabende, Ausstellungen oder private Feierlichkeiten. Erfahrung mit solchen Veranstaltungen hat Anne-Maria Schauseil bereits. Denn auch in dem von ihr geleiteten Wohnhaus Schauseil, das Betreutes Wohnen und Mehrgenerationenhaus vereint, hat sie einen Saal in ständiger Vermietung für die unterschiedlichsten Anlässe. Dieser kann nun entlastet werden.

Erstmals gut besucht war das Café Wieckhaus schon am 17. November zum traditionellen Lampionumzug, den Anne-Maria Schauseil stets in Gemeinschaftsarbeit mit ihrer Freundin Janina Krumm organisiert.

„Ich gehöre zu den Machern, kann nicht einfach stillsitzen“, sagt die junge Frau über sich selbst. So schaut sie jetzt ganz klar auf die Vorbereitungen für das Bratapfelfest, zu dem am Samstag vor der Kirche eingeladen wird. Auch das Wieckhaus möchte dann ganz im Fackelschein den Advent einläuten.

Die Lust, mit anzupacken, erklärt Lebensgefährte Tom Augustyniak: „Als wir nach Franzburg kamen war klar, dass die Stadt auch merken soll, dass wir herziehen.“ In einer solch kleinen Stadt sei es eben möglich, etwas zu bewegen, wenn man sich einbringt. So hat auch der 40-Jährige jede freie Minute investiert, um das Café nun letztendlich in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Der Pflegedienst wird für Anne-Maria Schauseil aber nach wie vor die Hauptbeschäftigung darstellen. Im Café – das planmäßig freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr öffnet – hält in der Zeit Marita Thielke das Ruder in der Hand, die hier eine Teilzeitbeschäftigung gefunden hat. „Wir kennen uns schon lange, haben auch schon anderweitig zusammengearbeitet“, berichtet die Franzburgerin, die man aus der Galerie im Landratsamt und dem Klostergarten kennt. Das Angebot bedurfte somit keiner langen Überlegungen. „Wir ergänzen uns, es passt“, so Thielke.

Wenke Büssow-Krämer

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