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Stralsund Neues Hafenbecken soll Ende April fertig sein
Vorpommern Stralsund Neues Hafenbecken soll Ende April fertig sein
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12:36 17.04.2018
Der Hafen Barhöft wird zurzeit für 2,8 Millionen Euro ausgebaut. Quelle: Thomas Pult
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Stralsund

Sehnsüchtig erwarten Angler, Fischer, heimische Segler und Touristen die Fertigstellung des Barhöfter Hafens. In den Umbau investiert die kleine Gemeinde Klausdorf 2,8 Millionen Euro. Doch das Projekt wird sich noch ein wenig hinziehen. War die Übergabe ursprünglich für den 10. Juni geplant, verschiebt sich dies nun auf den 20. Juli. Eigentlich liefen die Umbauarbeiten bisher gut, doch die Bodenbeschaffenheit hatte den Baufirmen ganz schön zu schaffen gemacht.

Hafenausbau Barhöft Quelle: Ines Sommer

Schwierige Bodenbedingungen

„Wir wussten von Anfang an, dass die Bedingungen etwas unkalkulierbar waren. Leider ist die Konsistenz des Bodens direkt am Boddenufer anders als zunächst gedacht. Bevor der Bodenaushub für den Abtransport auf die Lastkraftwagen verladen werden kann, müssen die Massen seitlich gelagert und zunächst 24 bis 48 Stunden ausbluten, habe ich von den Bauleuten erfahren“, sagt der Klausdorfer Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU) im OZ-Gespräch. Teilweise müsse der Bodenaushub separiert und einer gesonderten Entsorgung zugeführt werden. „Das kostet natürlich Zeit“.

Zunächst wird das neue Hafenbecken bis Ende April fertig gestellt, parallel soll der noch vorhandene Betonsteg abgebrochen und entsorgt werden. „Erst wenn die Steinschüttung dann modelliert und befestigt ist, erfolgen die Tiefbauarbeiten an Land. Strom und Wasser werden in die Erde gelegt, außerdem müssen Winkelstützwände für den Anschluss der Schwimmstege im Zuge der Herstellung der Verkehrsanlage angebracht werden“, erklärt der Bürgermeister die nächsten Arbeitsschritte und ergänzt, dass die neuen Schwimmstege, Poller, Versorgungssäulen, Lampen und anders Zubehör abgestimmt und bei regionalen Firmen in Auftrag gegeben wurden und somit pünktlich geliefert werden müssten.Die Erweiterung des Hafens Barhöft, der eigentlich laut Förderrichtlinie nur ein Wasserwanderrastplatz ist, begann im letzten Herbst.

80 neue Liegeplätze entstehen

2,8 Millionen Euro will die Gemeinde Klausdorf investieren. Das Gute: 2,1 Millionen kommen als Förderung aus dem Wirtschaftsministerium. Die bestehenden 64 Liegeplätze werden nun um 80 neue aufgestockt. Dazu wird das Hafenbecken um 3540 Quadratmeter erweitert. Wie der Klausdorfer Bürgermeister immer wieder betonte, werde damit die Infrastruktur verbessert. „Und das ist einerseits wichtig für die touristische Entwicklung, denn Segler und Wassersportfreunde legen gern in Barhöft an. Andererseits sind wir Gastgeber für die Seenotretter der ,Theo Fischer’. Sie alle bekommen nun auch ein kleines Sozialgebäude. Aber auch die Versorger für den Offshore-Windpark gehören in den Barhöfter Hafen. Und unsere Fischer sollen sich hier ebenfalls weiter heimisch fühlen.“

Außerdem werden drei Schwimmsteganlagen verlegt, eine ist 40 Meter, zwei sind 60 Meter lang. Dazu gehört auch die bereits erwähnte Ausrüstung mit Versorgungssäulen und Festmachern. Natürlich müssen die neuen Liegeplätze auch über einen Weg erreichbar sein, auch an die Beleuchtung ist dabei gedacht. Und natürlich schließen sich umfangreiche Landschaftsbaumaßnahmen an.

Rücksichtnahme klappt

„Zum Glück haben die Bauarbeiten unsere gern gesehenen Skipper und Angelführer bisher nicht beeinträchtigt. Die gegenseitige Rücksichtnahme, moderiert durch unsere beiden engagierten Hafenmeister Sven und Toni, ist vorbildlich“, lobt Thomas Reichenbach. Die Touristiker in Barhöft stünden im ständigen Dialog mit dem Bauunternehmer und der Gemeinde. Auch hier sei bisher alles konfliktfrei geblieben. „Und gab es kleine Probleme, konnten die einvernehmlich geklärt werden.“

Achtung, Verkehrseinschränkungen!

Der Wanderweg als Zugang zum Nationalpark ist gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert und führt über den Karl-Krull-Weg zum Haus am Kliff in den Nationalpark und dann nach Zarrenzin. Diese Sperrung soll Anfang Mai aufgehoben werden. Das heißt: Auch zum Aussichtsturm und zur Ausstellung „Haus am Kliff“ kommt man nur über den Karl-Krull-Weg.

Die Grüne Kliffkunst kann gegenwärtig nicht erreicht werden, d.h. die Beteiligung an „Kunst Offen 2018“ fällt dieses Jahr aufgrund der Baurebiten aus.

Ein großes Ärgernis ist zurzeit die Unvernunft einiger Straßenverkehrsteilnehmer. Im Kreisverkehr im Hafenbereich ist ein absolutes Halteverbot ausgeschildert, weil hier die Zu- und Abfahrt der Lastkraftwagen erfolgen muss. „Immer wieder behindern parkende Autos diese Zu- und Abfahrten, obwohl gleich am Ortseingang ein öffentlicher Parkplatz zu Verfügung steht. Das muss doch wirklich nicht sein“, ärgert sich Bürgermeister Thomas Reichenbach. Dafür klappe die Verstädnigung der Hafennutzer prima.

2,8 Millionen Euro investiert die Gemeinde Klausdorf in die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes Barhöft. Das Land gibt 2,1 Millionen Euro Förderung dazu. Die Arbeiten begannen im Oktober und dauern bis Juli.

Sommer Ines

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