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Neues Projekt: Flüchtlinge und Deutsche zusammenführen

Stralsund Neues Projekt: Flüchtlinge und Deutsche zusammenführen

Träger ist das Kreisdiakonische Werk in Stralsund / Finanziert wird es über insgesamt drei Jahre vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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Kinder von Flüchtlingen und deutsche Kinder basteln gemeinsam im Nachbarschaftszentrum in Grünhufe. Dabei kommen sich auch die Eltern der Mädchen und Jungen näher.

Quelle: Fotos: Privat/jens-Peter Woldt

Stralsund. „Gemeinsame Heimat Stralsund“ heißt ein neues Integrationsprojekt, das beim Kreisdiakonischen Werk (KdW) in der Hansestadt angesiedelt ist. Es ist eins von deutschlandweit insgesamt elf Projekten, das speziell auf das Miteinander von erwachsenen Ausländern und Deutschen ausgerichtet ist und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über drei Jahre finanziert wird.

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Träger ist das Kreisdiakonische Werk in Stralsund / Finanziert wird es über insgesamt drei Jahre vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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Koordinatorin in Stralsund ist die Diplom-Sozialpädagogin Cornelia Gürgen (39), die zuvor im Nachbarschaftszentrum des KdW in Grünhufe in der Kinder- und Jugendarbeit tätig war. Diese Erfahrungen will sie jetzt auch für ihre neue Arbeit nutzen. „Ziel ist es, Begegnungen zu organisieren, damit Flüchtlinge unsere Kultur kennenlernen und Deutsche interkulturelle Kompetenz erwerben“, erklärt sie.

Menschen entwickelten am schnellsten bei gemeinsamer Tätigkeit Verständnis füreinander. Das gelte natürlich auch für Frauen und Männer aus unterschiedlichen Kulturen.

Cornelia Gürgen will jetzt in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Initiativen und Behörden der Region entsprechende Möglichkeiten schaffen. Ein Ansatz ist für sie, Eltern von deutschen und ausländischen Mädchen und Jungen gezielt bei Veranstaltungen für die Kinder zusammenzuführen. „Mütter und Väter begleiten ihre Töchter und Söhne regelmäßig zum Beispiel zu Bastelnachmittagen in das Nachbarschaftszentrum. Das will ich nutzen.“ Es gehe nicht darum, das Rad neu zu erfinden oder etwas, was es bereits gibt zu kopieren, sondern auch darum, Vorhandenes aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Wichtig ist Cornelia Gürgen auch die gemeinsame ehrenamtliche Arbeit. „Ich kenne zum Beispiel eine Frau aus Syrien, die Lehrerin ist. Ihr Wissen und ihre Kompetenz sind ganz sicher von großem Wert für die Allgemeinheit.“ Ehrenamt könne so gleich mehrfach von Bedeutung sein. Nämlich auch als wichtiger Indikator für die Integration, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam für die Allgemeinheit tätig sind. Auf diese Weise würde ein Netzwerk entstehen, dass das staatlich finanzierte Integrationsprojekt unter hauptberuflicher Anleitung ersetzen kann. „Das wir dafür drei Jahre Zeit haben, ist schon eine gute Grundlage“, sagt die Sozialpädagogin.

Nutzen will sie auch die Idee des „World Cafés“ der Sundine. Dahinter verbirgt sich der Wunsch vieler Besucherinnen des Frauentreffs in der Altstadt, mehr über die Menschen zu erfahren, die in den vergangenen Monaten nach Stralsund gekommen sind. „Da geht es auch darum, Ängste abzubauen. Aber es bietet sich auch wieder die Chance, die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu fördern und für gegenseitiges Verständnis zu nutzen.“

Der Startschuss für das Integrationsprojekt ist offiziell bereits am 1. September gefallen. Unabhängig davon plant das Kreisdiakonische Werk noch eine große Auftaktveranstaltung im Nachbarschaftszentrum in Grünhufe, zu der auch alle potenziellen Partner eingeladen werden sollen. Ein Termin steht aber noch nicht fest.

Jens-Peter Woldt

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