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Stralsund New York rückt ein Stück näher
Vorpommern Stralsund New York rückt ein Stück näher
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00:00 24.03.2017
Stralsund

Das Schicksal von Willi Trost hat viele Leser der OSTSEE-ZEITUNG bewegt. Der 19-jährige Stralsunder ist schwerkrank, leidet an Muskeldystrophie, einer angeborenen Muskelschwäche. Die OZ-Leser haben viel Hilfsbereitschaft gezeigt, um Willi seinen großen Traum zu erfüllen – einmal nach New York zu reisen.

Bis heute haben sie 7577 Euro für die Fahrt gespendet. Ein Leser, der seinen Namen gern für sich behalten möchte, überwies nicht nur 500 Euro, sondern schickte uns auch einen Brief mit seiner eigenen berührenden Geschichte. Im vergangenen Jahr ist die Frau des Mannes an Leukämie gestorben. Doch vorher hatten alle Familienmitglieder für die letzte gemeinsame Reise des Ehepaares nach München zusammengelegt, damit sie dort ihre kleine Urenkelin sehen konnten, die am 16. April das Licht der Welt erblickt hatte.

Auf der Facebookseite der OZ wurde dieser Brief von hunderten Menschen gelesen und geteilt. Unter anderem Andra Struppek kommentierte: „Diesem Mann möchte ich unbekannterweise für seine aufopferungsvolle Geste einen großen Dank aussprechen, ebenfalls bin ich betroffen von so viel Nächstenliebe und Anteilnahme dieses liebevollen und selbstlosen Menschen.“ Und auch Sabine Hartwich war gerührt: „Das ist bewegend und eine wundervolle Geste, so kommt Willi seinem Ziel näher.“

Willi selbst war einfach geplättet: „Als ich das las, wusste ich gar nicht, wie ich reagieren soll. Das ist absolut stark.“ Auch Mama Bärbel war gerührt „von der Geschichte und der Geste.“ Beiden ist sofort eine Gemeinsamkeit aufgefallen: „Die Urenkelin des Spenders hat am 16. April Geburtstag und Willi auch“, sagt Bärbel Trost.

Dass das Ziel, New York tatsächlich zu erleben, immer greifbarer wird, das realisieren die Trosts Stück für Stück. „Manchmal ist das alles unwirklich, aber so nah wie jetzt waren wir der Erfüllung von Willis Traum noch nie“, sagt Bärbel Trost. „Wir sind von der Spendenbereitschaft der Leute überwältigt und dankbar“, ergänzt Willi.

Da Willi wegen seines Gesundheitszustandes nicht fliegen kann, kommt nur eine Reise mit dem Schiff infrage. Außerdem müssen zwei Pfleger mit dabei sein. Dadurch sind die Kosten für die Reise auf 30000 Euro gestiegen. Damit der Traum trotzdem wahr wird, hat die OZ gemeinsam mit Marcel Glöden, dem Veranstalter der Sundkonzerte, zu Spenden aufgerufen. Marcel Glöden wird von jeder verkauften Karte für das Silbermond-Konzert am 10. Juni in Stralsund 50 Cent auf Willis Spendenkonto überweisen.

Miriam Weber

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