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Stralsund Nördliche Hafeninsel wird umgestaltet
Vorpommern Stralsund Nördliche Hafeninsel wird umgestaltet
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00:00 11.12.2017
Stralsunds Kai-Kante soll ein neues Gesicht bekommen. Die Umgestaltung der Hafeninsel könnte 2019 beginnen. Quelle: Foto: Marlies Walther
Stralsund

Bewegliche Bänke auf Schienen: Die Planungen für die Umgestaltung der nördlichen Hafeninsel laufen. Wie diese aussehen könnte, präsentierte Henrike Wehberg-Krafft vom Berliner Büro Wes Landschaftsarchitektur bei der vergangenen Sitzung des Gestaltungsbeirates.

Die Architekten haben sich viele Gedanken zu diesem Areal gemacht. „Die nördliche Hafeninsel vor der Altstadt ist sozusagen die Terrasse zum Wasser. Sie ist der Kontakt zum Sund“, erklärte Henrike Wehberg-Krafft. Man sei bei den Gesprächen mit der Stadt schnell überein gekommen, dass man sich beim Bau zurückhalten sollte, denn „das Spannende an der Insel sind ihre weiten Flächen, die großen Gebäude.“ Durch die frühere industrielle Nutzung habe alles eine gewisse Ruppigkeit. Die wolle man erhalten. Sozusagen als Kontrast zur Altstadt. Denn diese sei klein und kuschelig, mit engen Straßen und eingefassten Plätzen.

„Die Insel vor der Stadt erzeugt eine Spannung, das möchten wir nicht ändern“, so die Architektin. Freie Flächen sollen also bleiben. Wenn man die Insel attraktiver machen wolle, müssten mehr Sitzmöglichkeiten her. „Insgesamt soll Mobilar nur sparsam eingesetzt werden und in seiner Dimensionierung und Sprache anders sein als in der Stadt.“

Ein Vorschlag des Architekturbüros ist es, die Flächen möglichst einheitlich mit Großsteinpflaster zu gestalten. Außerdem sollte ein zweiter Fußweg angelegt werden. Der bisherige schlängelt sich durch die Außenbereiche der Gastronomie, und bleibt auch weiterhin bestehen. Der zweite Weg sei dann tatsächlich eine Abgrenzung für die Gastronomen: Bis hierhin und nicht weiter.

„Die Gleise möchten wir liegen lassen und darauf bewegliche Sitzmöbel anbringen.“ Ein größeres Element zum Verweilen können sich die Planer auf der Steinernen Fischbrücke vorstellen. Eine Sitz- oder Liegetribüne, ebenfalls mit beweglichen Elementen, damit die Fläche weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden kann. „Bei weiteren Sitzmöglichkeiten stellen wir uns vor, sie rund zu gestalten und so die Form des Ozeaneums aufzunehmen.“

Am Lotsenhaus und der Kaikante vor dem Ozeaneum könnten Stufen zum Wasser und Schwimmpontons entstehen. Auf jeden Fall sollen Schiffe weiterhin anlegen können.

„Wir wurden von den Bürgern gebeten, auch über Spielmöglichkeiten nachzudenken“, sagte Henrike Wehberg-Krafft. „Da muss man in so einer Gegend natürlich ganz anders rangehen.“ Deshalb haben sich die Planer Möglichkeiten einfallen lassen, Spielgeräte, wie etwa Hängematten, in die Sitz- und Liegeelemente zu integrieren. „Das können dann auch Erwachsene nutzen. Wer sagt denn, dass nur Kinder spielen dürfen“, fragte sie mit einem Lachen.

Auch auf der Ballastkiste soll nicht viel verändert werden. „Das Fachwerkhaus neben dem Flachbau, der heute als Kneipe dient, das hat schon eine gewisse Merkwürdigkeit.“ Aber genau das passe wieder zu einem Hafen. „Ein Hafen hat immer etwas von einer Collage.“

Allerdings könnte es der Terrasse vor dem Fischermann’s an den Kragen gehen. „Man hat das Gefühl, dass da Stück für Stück mehr rangebaut wurde.“

Einigkeit herrschte bei allen Anwesenden in dem Punkt, „dass es künftig keine Parkplätze mehr auf der Hafeninsel geben wird“, wie Ekkehard Wohlgemuth, Leiter des Amtes für Planung und Bau, sagte.

„Die Planungen sind sozusagen in der heißen Phase und wenn alles klappt, beginnen wir 2019 mit dem nächsten Bauabschnitt“, erklärte Wohlgemuth.

Miriam Weber

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