Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund OZ LESERBRIEFE
Vorpommern Stralsund OZ LESERBRIEFE
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 08.03.2013

Ich erstelle jetzt auch mal eine Prognose, aber eine positive: 2030 hat Stralsund eine fertig sanierte Altstadt, viele attraktive Freizeitangebote, in denen sich gesunde Senioren mit ihren Urenkeln vergnügen und touristische Neuheiten wie das Großaquarium. Dadurch werden vor allem Mitarbeiter an dem gerade fertig gestellten Ostseetunnel aus Skandinavien an den Sund lockt, wo sie sich auf nächtlichen Bunga-Bunga-Partys mit den heimischen Mitarbeiterinnen von den rings um die Stadt entstandenen Logistikzentren in gepflegten Hotels vergnügen. Wo sie einen Testosteronschub à la Berlusconi bekommen, was einen wahren Babyboom zur Folge hat. Und sollte ich daneben liegen, auch nicht schlimm, denn Lebensqualität hängt nicht von der Anzahl der Menschen ab die in einer Stadt leben, sondern von den Rahmenbedingungen.Holger Voß

Zähes Ringen um Selbstverständlichkeiten Prioritäten setzen: Seit anderthalb Jahren kämpfen Schulelternschaft und -leitung der Gerhart-Hauptmann-Grundschule für die Wiedereinrichtung des Fußgängerüberweges auf dem Frankenwall, um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen. Aber nein, es ist offenbar nicht erwünscht, die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen. Da wartet man lieber ab. Solange man in unserer Stadt um solche Selbstverständlichkeiten wie einen Zebrastreifen vor einer Grundschule in ein zähes Ringen mit der Verwaltung gerät, ist es um Kinder- und damit Zukunftsorientierung Stralsunds übel bestellt.Peter Hoffmann Wohnen in einer der schönsten Städte Eine Lanze für Stralsund: Abgesehen von den niedrigen Löhnen in der Region halte ich Stralsund gerade bei den Ausbildungs- und Freizeitmöglichkeiten für eine sehr attraktive Stadt. Ein gutes Angebot an Kindertagesstätten und Grundschulen sowie weiterführende Schulen ist vorhanden. Die Fachhochschule hat sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gibt es ebenfalls reichlich. Musikschule, zahlreiche Vereine für fast jede Sportart, Bolzplätze, Strand, Skaterbahn, Hallenbad, Jugendtheater ... fast nichts, was man in Stralsund nicht machen kann. Und vieles für wenig Geld. Das Theater bietet ein gutes Programm für günstige Preise, Theaterpädagogen helfen bei der Suche nach geeigneten Stücken. Ich habe selbst drei Kinder, die in Stralsund geboren sind und aufwachsen und kann mir kaum vorstellen, dass es irgendwo noch bessere Bedingungen gibt. Ähnlich sieht es für Erwachsene und Senioren aus. Dazu eine wunderschöne Altstadt und eine Lage dort, wo andere Urlaub machen. Liebe Stralsunder: Werdet euch bewusst, dass ihr in einer der schönsten Städte Deutschlands wohnt.

Volker Werthschulte Viele würden gern zurückkommen Zur wichtigen Frage der fehlenden Arbeitsplätze: Warum ist das erste, was man auf dem Arbeitsamt hört: Wen aus Ihnen was werden soll, dann ziehen Sie weg. Viele meiner Freunde sind Mitte der 90er-Jahre weggezogen. Aber fast alle würden sofort wieder zurückkommen, wenn es hier Arbeit geben würde. Das Zauberwort für mich ist, Jobs zu schaffen, vernünftig bezahlte Jobs. Es gibt hier viele kleine innovative Unternehmen. Eine Fachhochschule mit Ingenieuren, Informatikern oder Betriebswirtschaftlern liegt vor der Haustür. Es gibt genügend Platz im Umland. Einfach mehr Jobs, und der Rest kommt von alleine.

Rocco Pantermöller Fachkräfte aus anderen Ländern anwerben In die Hansestadt verliebt: Meine Freundin und ich waren vor ziemlich genau einem Jahr für eine Woche in Stralsund und haben uns ab der ersten Sekunde in die Stadt und die Region verliebt.

Seitdem spielen wir mit dem Gedanken, später einmal, nach abgeschlossenem Studium, dorthin zu ziehen. Und deshalb kaufe ich auch immer wieder sporadisch Ausgaben der Ostsee-Zeitung über die iPad-App.

Zum demografischen Wandel: Zuerst muss man die Bestätigung dieser Prognosen abwarten. Wenn man der Bevölkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2003 geglaubt hätte, würden heute hunderttausende Menschen weniger in den neuen Bundesländern wohnen. Auch wenn es viele wahrscheinlich nicht gerne hören werden, meiner Meinung nach gibt es kaum eine andere Möglichkeit, als vermehrt Fachkräfte aus anderen Ländern anzuwerben. Klar hat zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern eine recht hohe Arbeitslosenquote, doch die Lehrstellen und die offenen Jobs mit nötigem Studium oder Fachausbildungen müssen irgendwie besetzt werden. Die Firmen haben Schwierigkeiten, ausreichend Lehrlinge zu finden. In ganz Europa möchten Tausende von exzellent ausgebildeten Fachkräften gerne eine gut bezahlte Arbeit, Menschen mit Studienabschluss und teilweise Jahren an Berufserfahrung. Und wenn Teile dieser jungen Menschen hier sogar eine Familie gründen und bleiben möchten, dann ist das Problem des demografischen Wandels mitnichten vom Tisch, aber man könnte die Folgen wenigstens abmindern.

Christian Tulka, Medizinstudent aus Mannheim Mehr Rentner — weniger Geld im Haushalt Und noch einmal zum Demografie-Schock: Mich bewegt bei dieser Problematik, dass das ehrgeizige generelle Einsparungsziel des Landes so nicht erreicht werden kann. Rund fünf Prozent weniger Erwerbstätige bedeuten fünf Prozent mehr Rentner und folglich noch weniger Geld im Haushalt. Hinzu kommt die Frage, wie man mit Sparen die Sogwirkung einer Metropolregion für den Zuzug junger Menschen erzeugen will.

Hans-Jürgen Vandieken

OZ

BoxenSurik Jangojan vom Pommerschen Sportverein Stralsund ist Landesmeister der Junioren. Er sicherte sich den Titel in Wismar in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm nach Siegen gegen Konstantin Polatidis aus Schwerin (Halbfinale) und Howanes Ghukasyan aus Wismar (Finale).

08.03.2013

Die G-Junioren des FC Pommern haben bei einem Hallenfußballturnier in Göhren mit sechs Mannschaften Bronze geholt. In Barth sicherten sie sich in einem Feld von neun Teams Rang sieben.

08.03.2013

Nur drei Monate nach der Eröffnung wurden gestern in der modernen Bibliothek am Markt der Inselmetropole bereits die 10 000. Besucherin und der 450. neue Nutzer begrüßt. Ab April ist auch sonnabends geöffnet.

08.03.2013
Anzeige