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Stralsund Frischer Wind für den akademischen Grad
Vorpommern Stralsund Frischer Wind für den akademischen Grad
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10:00 30.11.2018
Studenten Paul Fresenborg, Linus Büsing, Yannick Pinkowsky (v. l.) vor dem goldenen Würfel der Hochschule Stralsund. Quelle: Rosa Ahrenberg
Stralsund

 Coffee Management, Körperpflege, Angewandte Freizeitwissenschaften. Könnt Ihr damit etwas anfangen? Diese sogenannten „Orchideenfächer“ erobern geradezu die Studienangebote der Universitäten und Hochschulen Deutschlands. Das sind Studiengänge, die auch die kleinsten „Wissensnischen“ abdecken. Die Auswahl wird größer und größer und die Entscheidungen der Studierenden in spe, sich auf ein Fach zu fokussieren, wird immer schwerer. Diese Spezialisierung bringt natürlich den Vorteil, dass selbst Außenseiter mit speziellen Interessen ihre Profession finden können. Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel! Frischer Wind zwischen Germanistik, BWL und Co.

Auch in Stralsund sind seltene Studiengänge zu finden. Neben dem in Deutschland einzigartigen Studiengang International Management Studies in the Baltic Sea Region, bietet die Hochschule am Strelasund Motorsport Engineering an. Anfangs unterscheidet sich dieses Studium nicht groß von Maschinenbau. Wer sich allerdings für diese Richtung entscheidet, kann sich nicht nur auf eine solide ingenieurwissenschaftliche Grundausbildung freuen. In den späteren Semestern kommen Vertiefungsfächer mit dem Fokus auf Fahrzeugtechnik dazu, und die Studenten spezialisieren sich auf den Motorsport. Die beste Beschreibung sollte wohl sein: Maschinenbau mit dem gewissen Extra.

Rein durch einen Zufall kam Paul Fresenborg auf das Studium in der Hansestadt. Als Paul sich nach seinem Abi über Studiengänge informierte, stieß er ganz nebenbei auf Motorsport Engineering. Eigentlich fiel es ihm nicht schwer, von zu Hause wegzuziehen, aber der Sprung für ihn von seiner Heimatstadt, der Metropole Berlin, nach Stralsund war trotzdem ziemlich groß. „Ich fahre sehr oft nach Hause und besuche meine Freunde und Familie. Stralsund ist eben nicht Berlin, aber ich bin froh, hier zu sein“, erzählt der 20-Jährige. Schon in seiner Jugend begann er seinem Vater beim Basteln am Haus und im Garten zu helfen. Die technische Begabung scheint in der Familie zu liegen. „Ich will das Studium auf jeden Fall weiter durchziehen. Momentan kommt zwar sehr viel Druck auf uns zu und es ist sehr viel auswendig zu lernen, aber mir gefällt es hier sehr“, sagt Paul voller Überzeugung.„In meiner Freizeit fahre ich gerne Motorrad. Immer wenn etwas daran kaputt gegangen ist, haben mein Vater und ich es repariert. Das hat mir immer großen Spaß gemacht“, führt er aus.

Auf der Suche nach weiteren seltenen oder unüblichen Studiengängen, abseits des Mainstreams, wird man auch daran nicht vorbeikommen: Promenadologie. Dieses Fach ist eine Spezialisierung des normalen Architektur-Studiums. Es beschäftigt sich mit dem Spazieren gehen, einer Tätigkeit, die man schon vom Kindesalter auf lernt, und verwandelt sie in eine philosophische Wissenschaft. Der Fokus liegt darauf, sich die Wahrnehmung seiner Umwelt bewusst zu machen und jeden Ort, den man auf seinem Weg begegnet, zu genießen und anzuerkennen.

Erweitert man die Suche auf die internationale Ebene, wird man auch fündig. Im Ausland sind seltene Studiengänge gang und gäbe. Für richtige Rocker bieten Universitäten in Nottingham und Eindhoven den akademischen Grad für ein Studium zum Thema Heavy Metal an. Neben Gesangs- und Instrumentalunterricht werden die Studenten in Musikmanagement und Musikgeschichte sowie in Englisch und Mathematik unterrichtet. Die Optionen für diejenigen, die etwas Besonderes suchen, sind unendlich.

Rosa Ahrenberg

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