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PETA erstattet Strafanzeige gegen Schwanen-Jäger

Klausdorf PETA erstattet Strafanzeige gegen Schwanen-Jäger

Die Tierrechtsorganisation verurteilt den Abschuss von mehr als 50 Höckerschwänen in Klausdorf bei Stralsund als „Massentötung“.

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Mehr als 50 Schwäne sind in Klausdorf von Jägern geschossen worden. PETA hat die sechs Jagdteilnehmer nun angezeigt.

Quelle: privat

Klausdorf. Nachdem auf einem Feld in Klausdorf bei Stralsund mehr als 50 Schwäne abgeschossen wurden, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland nun bei der Staatsanwaltschaft Stralsund Strafanzeige gegen die sechs beteiligten Jäger erstattet. Laut PETA hätten diese gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

In einer Mitteilung der Organisation vom Donnerstag heißt es: „Für eine derartige Massentötung erschließt sich kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Die erschossenen Tiere wurden weder verwertet noch erfolgte die Jagd zum Zweck der jagdlichen Hege – das Töten der Schwäne diente lediglich der Befriedigung eines blutigen Hobbys.“

Der Höckerschwan gehört laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Trotzdem hätten die Jäger die Schwäne als lebende Zielscheiben genutzt, so PETA. „Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderte der Vögel erschossen, weil ein paar Menschen Vergnügen am Töten haben“, sagt Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland. „Die Politik muss dem sinnlosen Tod dieser anmutigen Tiere endlich ein Ende bereiten und ein konsequentes Verbot der Jagd auf Schwäne durchsetzen.“

Der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

Für fast fünf Stunden waren die Jäger laut Anwohnern im Einsatz. Danach bot sich Augenzeugen ein blutiger Anblick – überall Kadaver. Für Kreisjägermeister Holger Nebel war das Verhalten seiner Kollegen nicht verwerflich. „Es wurden keine gesetzlichen Vorgaben verletzt.“

Nebel verwies auf den wirtschaftlichen Schaden, den die Tiere auf einem Feld anrichten können. „Wenn bis zu 500 Exemplare an einem Ort sind, trampeln sie großflächig die Pflanzen herunter.“ Das bestätigte auch Landwirt Deert Rieve, auf dessen Besitz die Vögel geschossen wurden. "Es kann durchaus ein Schaden im fünfstelligen Bereich entstehen.“ Er betont, dass er die Jäger nicht gerufen habe. Stattdessen hätten sie auf Grundlage ihrer Befugnis selbst gehandelt.

 



OZ

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