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Stralsund Parksanierung: Kastanienallee den Sommer über Baustelle
Vorpommern Stralsund Parksanierung: Kastanienallee den Sommer über Baustelle
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00:00 25.06.2016

Im kommenden August werden die Bäume der Kastanienallee in Putbus weniger Spaziergängern denn Straßenbauern Schatten spenden. Denn die übernehmen ab Ende Juli bis Anfang September die Regie auf der Trasse im Schlosspark. „Das nächsten Teilprojekt der Parksanierung wird in Angriff genommen. Die Kastanienallee wird saniert“, kündigt Thomas Möller, Leiter des städtischen Bauamtes an. Baubeginn soll am 22. Juli sein. Das Ende ist für den 8. September vorgesehen. In dem Zeitraum soll die Kastanienallee für etwas mehr als 190000 Euro auf Vordermann gebracht werden. Dabei ist die Trasse in einen süd- und einen nördlichen Teil geteilt. Im letztgenannten – vom Circus bis auf die Höhe des Marstalls – soll die aktuelle Asphaltdecke so belassen werden. „Weil sie noch in Ordnung ist“, begründet Carsten Schwarzlose vom städtischen Sanierungsträger BIG Städtebau. Die Lage stellt sich auf dem Abschnitt zwischen Marstall und dem Wreecher Weg anders da. „Hier hat die Asphaltdecke Schäden. Die müssen beseitigt werden“, sagt Schwarzlose. Die an den Randbereichen der Alle auszuführenden Arbeiten sind dagegen in beiden Abschnitten gleich. Unter dem Asphalt liegen Pflastersteine, die einst von Baum zu Baum über die gesamte Breite gesetzt worden waren. Auf Empfehlung der Denkmalpflege hin sollen die Steine an den Seiten freigelegt und von den Straßenrändern aus bis zu den Bäumen angepflastert werden. Während in der Kastanienallee die Bauarbeiter noch erwartet werden, haben die auf einem Areal am Parkrand am Wreecher Weg alle Hände voll zu tun. Auf einer etwa 5000 Quadratmeter großen Fläche entsteht ein Parkplatz für etwa 100 Autos und zehn Busse. Von Mitte September an soll dort geparkt werden können.

Eigentlich sollte das mehr als eine Million Euro teure Einzelvorhaben schon abgeschlossen sein. Doch beim Austausch des Bodens auf dem einst als Müllkippe missbrauchten Geländes sollen Schadstoffe wie Asbest entdeckt worden sein. Aus diesem Grund musste deutlich mehr Boden ausgetauscht werden als geplant. Die Asbestentsorgung hat den Parkplatz um 130000 Euro teurer gemacht. Laut Möller soll die Baumpflege im Herbst fortgesetzt werden, bevor 2017 mit der Parksanierung pausiert wird. „Das sieht der Förderbescheid vor“, sagt Möller. 2018 geht es weiter. Dann stehen beispielsweise der Wegebau und die Möblierung des Schlossparkes an. Außerdem sollen die Pergola am Rosencafé saniert und Spielgeräte für Kinder aufgestellt werden. Für die Parksanierung stehen die Putbusern etwa 3,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Vom Lustgarten zum Landschaftspark

75 Hektar groß ist der Schlosspark. Von 1725 bis 1730 von Graf Moritz Ulrich zu

Putbus als Lustgarten im französischen Stil angelegt, wurde das Areal von

1804 an von Fürst Wilhelm Malte I.

zu Putbus zum englischen

Landschaftspark umgestaltet.

Eigentlich wollten die Putbuser

den Schlosspark für etwa

sieben Millionen Euro sanieren

und hatten auf den Zuschlag

für eine Landesgartenschau 2014/15

gehofft, um die sich seinerzeit auch

die Stadt Güstrow beworben hatte.

Die wurde aber im Februar 2012

vom Land abgesagt.

Chris-Marco Herold

Mit ihrem Job sorgen sie für Sicherheit und Ordnung in der Hansestadt. Hier geben Stralsunder Polizisten Einblick in ihre Arbeit.

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