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Stralsund Pastor geht mit Witz und Spaß an die Jugendarbeit
Vorpommern Stralsund Pastor geht mit Witz und Spaß an die Jugendarbeit
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03:42 18.07.2013
Albrecht Mantei und seine Kollegin Elvira Klinghammer. Quelle: Ines Engelbrecht
Stralsund

Ahnungslos biegt Albrecht Mantei um die Ecke auf den Hof der Nikolaikirche, wo sich die Verwaltung des Evangelischen Pfarramtes befindet. Hier erwarten ihn seine Kollegin Elvira Klinghammer und die OSTSEE-ZEITUNG.

Bevor in fünf Minuten der Dienst beginnt, beantwortet der Pastor alle Fragen, die ihm im Schnellverfahren gestellt werden. Als er dann den Gutschein für eine Hiddenseefahrt mit der Weißen Flotte für zwei Personen in den Händen hält, ist die Überraschung perfekt.

„Wieso? Warum gerade ich? Wer hat das eingerührt?“, will er wissen und sagt im nächsten Atemzug, dass er sich ehrlich über die Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird, freut. Und das söte Länneken liebe er besonders.

Albrecht Mantei versteht es, kirchliche Tradition mit der Moderne zu verbinden. „Er hat ein besonderes Geschick für die Jugendarbeit und brachte frischen Wind in die Kirche“, hatte der Stralsunder Dr. Heino Bruno ter Veen begründet, warum Albrecht Mantei unbedingt mal ein Fall für den OZ-Überraschungsboten sein sollte.

Dem kann Elvira Klinghammer beipflichten. Seit Februar dieses Jahres entlastet die Gemeindepädagogin den jungen Pastor in der Kinder- und Jugendarbeit. „Ich schätze seine Menschenbezogenheit. Er ist offen im Umgang mit Menschen, und es lässt sich leicht reden mit ihm“, sagt die Kollegin. Das Wohl anderer liege ihm sehr am Herzen. Er sei lustig und könne alles lebendig rüberbringen. Dadurch verstehe er es, die Scheu vor der Kirche zu nehmen. „Einmal im Jahr ist er bei der Reise nach Taizé in Frankreich dabei.“ Das Fazit der 26-Jährigen: „Es lässt sich prima mit ihm arbeiten.“

Vor neun Jahren trat der heute 45-jährige Albrecht Mantei die Stelle im Pfarramt an — neben Pastor Hanns-Peter Neumann. Aufgewachsen ist der gelernte Krankenpfleger auf der Insel Rügen. „Ich bin religiös erzogen worden“, sagt der Vater von vier Kindern. 1989 entschied er sich für ein Theologiestudium in Berlin. „Hier ist mir bewusst geworden, dass mein Schritt richtig war.“ Acht Jahre hatte Mantei eine Pfarrstelle in Ferdinandshof. Dort arbeitete er bereits mit jungen Leuten. „Das war eine schöne Zeit“, blickt der Stralsunder zurück.

Die Aufgaben in der Gemeinde teilen sich beide Pastoren. Albrecht Mantei besucht die Familien, kümmert sich um die Kinder- und Jugendarbeit und um die Senioren.

Sein Büro hat er im Gemeindezentrum in der Lindenstraße. „Wir haben einen großen Seniorenkreis. Im Bonhoefferhaus treffen sich monatlich 30 bis 40 Senioren zum Klönkauken“, berichtet er. Auch im Schwesternheimathaus und im Haus „Samaritas“ sei er oft zu Gesprächen. Taufen und Trauungen gehören ebenso zu seiner Arbeit wie Beerdigungen. Die Gemeindemitglieder wohnen in der Altstadt, in Knieper West und Knieper Nord oder Parow.

Vor fünf Jahren hob Albrecht Mantei ein neues GottesdienstProjekt aus der Taufe: die Band „Leuchtfeuer“, die sich im Gemeindezentrum in der Lindenstraße trifft. Dazu wird ein Programm für das ganze Jahr angeboten. „Es macht mir Spaß und Freude. Ich suche die Gespräche und bin gerne Seelsorger. Die jungen Leute liegen mir ebenso am Herzen wie die Senioren. Ich sehe, wie sie Freude haben an den gemeinsamen Treffen“, sagt er.

Selbst macht er auch gern Musik — er ist in der Band „Quodlibet“ Gitarrist und Sänger. „Aber das ist ganz privat“, erklärt er.

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