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Stralsund Pauken, Panik und Prüfungen
Vorpommern Stralsund Pauken, Panik und Prüfungen
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00:00 17.04.2013
Pauken bis der Arzt kommt. Derzeit stecken viele Sch�ler im Pr�fungsstress. N�chstes Jahr legt Elisabeth Schrem ihr Abitur ab. Fotos (7): Miriam Weber Quelle: Miriam Weber
Stralsund

Karteikarten. Kiloweise. Das sei seine Lernmethode, verrät Thomas Prost. Der Hansa-Gymnasiast befindet sich gerade mitten in den Abschlussprüfungen. Mit ihm büffeln und zittern in ganz Stralsund Abiturienten, und auch die Regionalschüler müssen sich bald Prüfungsfragen stellen.

Klar, dass jeder auf ganz eigene Weise versucht, sich den Stoff einzupauken — in der Hoffnung, dass er dann zum richtigen Zeitpunkt abrufbereit ist. Der 17-jährige Thomas zeigt, dass er sich auf eine Seite der Karteikarte den Grundbegriff schreibt und auf die Rückseite die Erklärungen oder Fakten dazu.

Das gleiche System nutzt Yusuf Rieger. „Nur in Mathe kann man nicht pauken, da hilft nur üben. Ich habe immer wieder Abi-Aufgaben der vergangenen Jahre durchgerechnet.“ Julia Fischer hat zusätzlich im Vorfeld Nachhilfe für Mathe genommen, genau wie ihre Freundin Theresa Lüdtke. „Außerdem habe ich mir wie Yusuf immer wieder Aufgaben der letzten Prüfungen vorgenommen“, sagt die 18-Jährige. Auch Jasmin Kumar vom Schulzentrum am Sund schlägt in alten Heftern nach. „Aber egal wie viel ich lerne, ich fühle mich immer unvorbereitet. Das liegt an der Aufregung“, meint die 17-Jährige. Ablenkung findet sie beim Musikhören oder dem Austausch mit Freunden. „Aber auch Zimmer aufräumen hilft“, sagt sie mit einem Lachen.

„In manchen Fächern wie Deutsch, Englisch oder Physik kann man schlecht lernen“, findet Thore Petersen. Zustimmung findet der Hansa-Gymnasiast bei seinen Mitschülern mit der Meinung, dass die Lehrer sie in den vergangenen zwei Jahren gut auf die Reifeprüfungen vorbereitet haben. Doch bei allem Prüfungsdruck nehmen sich die Zwölftklässler Zeit, um sich abzulenken und noch einmal viel Zeit miteinander zu verbringen. „Wenn man nicht zwischendurch etwas anderes macht, wird man ja verrückt“, meint Yusuf. Er treibt wie Thomas viel Sport, während die Mädchen auf Spaziergänge an der frischen Luft setzen, Filme gucken steht bei allen hoch im Kurs. Ganz oben auf der Liste haben sie aber vor allem stehen: sich mit Freunden treffen.

Lisa Trommer (18) vom Schulzentrum fühlt sich gut auf ihre Prüfungen vorbereitet: „Das, was ich lernen muss, habe ich mir gut organisiert und übersichtlich zurechtgelegt.“ Ähnlich meistert die Situation Christoph Auerbach (18) vom Hansa. Auch er hat alles an Material aus den vorherigen Jahren zusammen getragen und arbeitet diese zu Vorbereitung durch. „Ich bin schon ziemlich nervös, aber glücklicherweise waren die letzten Klausuren ja genauso aufgebaut wie die Prüfungen, nur umfassender.“

Für Linda Dettmann (16) von der Jona-Schule starten Montag die Prüfungen für die mittlere Reife. „Wenn ich lerne, dann esse ich vorher Obst und mache das Fenster auf für frische Luft. Dann schreibe ich mir meinen Lernstoff auf und markiere mir die wichtigsten Dinge. Gegen meine Prüfungsangst kann ich nichts tun. Ich bin von Natur aus ziemlich hippelig.“

Ihre Freundin Josephin Mattke (16), ebenfalls von der Jona-Schule, geht hingegen ganz locker in die Prüfung: „Wir wurden in der Schule durch die Vorprüfungen und Übungsarbeiten von den Lehrern gut vorbereitet.“

Antonia Sieb (19) schrieb 2011 ihr Abitur und studiert mittlerweile in Bonn. Zur Vorbereitung ihrer Prüfungen schrieb sie sich immer ihre Themen auf Karteikarten, traf sich mit Freunden zu einer Lerngruppe. Zusammen gingen sie in lockerer Runde klausurrelevante Themen durch. „Dabei hilft es, den Stoff mit eigenen Worten zu formulieren. Wenn man dann das Gelernte versucht, anderen zu erklären, merkt man selbst schnell, ob man wirklich alles verstanden hat.“ Das hilft ihr auch heute sehr beim Studium. Für die Englischprüfung hat sie sich ihre Lieblingsserie “Gossip Girl” auf Englisch angeguckt, und in Vorbereitung auf die Geschichtsprüfung fuhr sie nach Berlin und besuchte verschiedene Museen. „So habe ich mir das Lernen so angenehm wie möglich gestaltet.“

Claudi Anders und Miriam Weber

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