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Stralsund Platz für Erweiterung des Umsonstladens
Vorpommern Stralsund Platz für Erweiterung des Umsonstladens
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06:36 21.04.2016
Junge Helfer zerlegen die alte Laube auf dem Hof der Auferstehungskirche und schaffen Platz für die Umsonstladen-Erweiterung. Quelle: NBZ

Es kracht, als die Wände der Laube eingerissen werden. Ehrenamtliche Helfer des Nachbarschaftszentrums und Mitglieder der Jugendkirche in Grünhufe schaffen Platz für die Erweiterung des Umsonstladens.

Dafür hatten OZ-Leser Ende 2015 zur Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ 26024,95 Euro gespendet. Vorangegangen war dem ein Hilferuf der Kirchengemeinde, die den Umsonstladen unter dem Dach der Auferstehungskirche betreibt. Die soziale Einrichtung platzte aus allen Nähten. Vor allem die Kinderabteilung sollte ein eigenes Domizil bekommen, hatte Anna Drews, Leiterin des ehrenamtlichen Umsonstladenteams, sich damals gewünscht.

„Dank der überwältigenden Spende der OZ-Leser, haben wir inzwischen planen können“, sagt Thomas Nitz, Mitglied im Gemeindekirchenrat und Organisator im Nachbarschaftszentrum. Die ursprünglich auf dem Hof der Kirche favorisierte Containerlösung, in der die Kinderabteilung des Umsonstladens ausgelagert werden soll, wich einer preisgünstigeren modularen Baulösung. „Das passt sich viel besser in die vorhandenen Platzverhältnisse und die Hofgestaltung ein und lässt auch Raum für das Spielen im Freien“, sagt Nitz. Eine Baugenehmigung dafür ist bereits beantragt. Auch Jorinde Gustavs, langjähriges Mitglied der Kirchengemeinde, ist begeistert: „Die gefundene Lösung passt sich am besten in unser soziales Begegnungskonzept ein, das die Menschen hier zusammenbringt.“ Dazu gehören neben dem Umsonstladen unter anderem auch die Jugendkirche, der Jugendklub VIP-Kids oder das Cafe „Aufwärts“.

Damit der Platz dafür reicht, muss jetzt die Laube auf dem Kirchhof weichen. „Die ist immerhin älter als die Kirche“, erinnert sich Jorinde Gustavs. „Auf den Fotos der Grundsteinlegung der am Palmsonntag 1991 eingeweihten Auferstehungskirche, ist sie im Hintergrund zu sehen.“ Zwar traf sich zu DDR-Zeiten die kleine Grünhufer evangelische Gemeinde zu Gottesdiensten meist in der Wohnung von Pfarrer Wolfgang Lück. Doch Nachmittage für die Christenlehre und wenigstens zwei Gottesdienste sind auch aus dem Bungalow überliefert. Der diente zuletzt als Werkraum und Aufbewahrungsort für Gartengeräte.

Bald wird hier ein Teil der Umsonstladen-Erweiterung mit Spielecke und Kinderabteilung stehen.

Spenden helfen vielen

Der Umsonstladen wird durch Spenden unterhalten. Er lebt von dem, was in Stralsunder Haushalten nicht mehr benötigt wird, aber zu schade zum Wegwerfen ist. Das können sich die Besucher des Ladens umsonst mitnehmen.

Die Kundschaft des Ladens hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Kamen zunächst fast nur Einheimische, kommen jetzt mehr Flüchtlinge.

Von Jörg Mattern

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