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Politik 50 Jahre Einsatz und Kameradschaft
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00:00 17.06.2017
Durch eine große Ausrückgemeinschaft aller Wehren sind wir gut aufgestellt.Ralf Lange (54), Wehrführer

Viele Geschichten aus 50 Jahren Freiwillige Feuerwehr in Groß Mohrdorf geben heute reichlich Anlass, diese zu feiern. Einige Probleme sind jedoch auch während dieses halben Jahrhunderts die gleichen geblieben, wie der Wehrführer meint. „Aus personellen Gründen wurde damals die Freiwillige Feuerwehr von Hohendorf nach Groß Mohrdorf verlegt“, sagt Ralf Lange. Hier gab es auch zu dieser Zeit mehr Einwohner, und auch die benachbarte LPG bot den Freiwilligen kürzere Wege.

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Die Freiwillige Feuerwehr Groß Mohrdorf feiert heute ihr Jubiläum mit einem Fest für die ganze Gemeinde

Heute sind die Mitgliederzahlen, wie überall, schwindend. „Wir haben, wie alle im Amtsbereich, zu wenig Freiwillige“, so Lange. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie, dass Wohn- und Arbeitsort heute oftmals durch weite Wege getrennt sind. „Früher gab es in den Orten ja meist nur Fußball und Feuerwehr“, sagt Maik Kupz. So kam der 36-Jährige von einem Verein in den anderen und ist heute stellvertretender Wehrführer.

In der alten Schmiede in Klein Mohrdorf fanden 1967 die Feuerspritze – die noch von Traktoren gezogen werden musste – und auch die Mannschaft mit 15 Kameraden unter Gunther Howe Unterschlupf. Schon zwei Jahre später konnte man in das Gerätehaus nach Groß Mohrdorf umziehen und Willi Lotzow übernahm fortan die Leitung. Erst 1974 bekam Groß Mohrdorf ein Löschfahrzeug mit Schlauchhänger, und Frank Romansky übernahm das Kommando. Nach der Wende bekamen die Brandschützer 1990 mit Günter Grollmuß ein Gründungsmitglied an die Spitze gesetzt, der nicht nur ein erstes Tanklöschfahrzeug aus den alten Bundesländern organisierte, sonder auch den Umbau und Einzug in das heutige Gerätehaus 1995 unter seiner Obhut hatte. Für 50 Feuerwehrdienstjahre wird er heute vom Landesfeuerwehrverband geehrt. Die Kameraden haben ihrer Leitfigur aber schon längst ein Denkmal gesetzt, indem sie das Feuerwehrhaus den Namen Günter Grollmuß gaben. Nach dessen Renteneintritt übernahm Mirko Romansky, bevor er 2007 an den jetzigen Amtsinhaber Ralf Lange übergab. Neben der Technik war es immer der Zusammenhalt, der die Anziehungskraft einer Feuerwehr ausmacht. So sind im Ort und darüber hinaus Tannenbaumverbrennen, Osterfeuer, Kindertag, Halloweenparty oder auch das Parkfest in Hohendorf ohne das Engagement der Kameraden nicht denkbar. Ein heikles Thema sind, wie in jeder Gemeinde, die Finanzen. „Die finanziellen Möglichkeiten für die Pflichtaufgabe Brandschutz sind sehr begrenzt. Die Aufgaben aber sind nicht nur geblieben, sonder werden immer anspruchsvoller“, weiß Lange.

„Jährlich gibt es neue Vorschriften und Normen, die erfüllt werden müssen“, ergänzt Maik Kupz. „Insgesamt sind wir aber durch eine große Ausrückgemeinschaft aller Wehren im Amtsbereich für den Notfall gut aufgestellt“, erklärt der Wehrführer. In Wendisch Langendorf, Bisdorf, Batevitz, Hohendorf, Kinnbackenhagen sowie Klein und Groß Mohrdorf sind die Kameraden für Brandschutz und Sicherheit im Einsatz.

Das heutige Festprogramm

Die zünftige Jubiläumsparty beginnt heute ab 12 Uhr mit dem Mittagessen aus der Gulaschkanone. Anschließend zeigen die Kameraden ihr Können. Eine Fettexplosion, ein Zimmerbrand oder Technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall sollen demonstriert werden.

Für das musikalische Unterhaltungsprogramm sind am Nachmittag die Schalmaienkapelle der Feuerwehr Malchin und auch „De Prohner Hafengäng“ verantwortlich. Auch das Kinderprogramm mit Hüpfburg und viel Spaß erwartet seine kleinen Gäste.

Der Tanz in die Nacht beginnt schon um 18 Uhr mit einer Kinderparty, für die ein DJ engagiert ist. Um 20 Uhr sorgen eine Liveband und der DJ für eine dem Feuerwehr-Jubiläum angemessene Stimmung.

Wenke Büssow-Krämer

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