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Bischof besucht Nachbarschaftszentrum

Stralsund Bischof besucht Nachbarschaftszentrum

Gemeinsam mit Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt schaute sich Bischof Hans-Jürgen Abromeit in der Auferstehungskirche um

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Bischof Hans-Jürgen Abromeit (links) besuchte mit Katrin Göring-Eckardt (Grüne) gestern das Nachbarschaftszentrum.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Luxus-Limousinen vor der Auferstehungskirche in Grünhufe: Zuerst entstieg der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit seinem Dienst-BMW und wurde von Thomas Nitz, dem Leiter des Nachbarschaftszentrums, begrüßt. Abromeit ist seit der Gründung der Nordkirche der oberste evangelisch-lutherische Würdenträger im Sprengel Mecklenburg und Pommern.

Wenig später fuhr ein dunkler Mercedes vor, in dessen Fond Katrin Göring-Eckardt saß. Die Grünen-Politikerin wurde nun zuerst von ihren anwesenden Parteifreunden, die sich gerade im Landtagswahlkampfmodus befinden, empfangen.

Die 50-jährige grüne Bundespolitikerin wollte zuerst wissen, von welchen Bevölkerungsgruppen das Nachbarschaftszentrum (NBZ) am stärksten genutzt wird. „In dem angrenzenden Plattenbaugebiet wohnten zu DDR-Zeiten viele NVA-Angehörige und Stasi-Mitarbeiter, heute sind es meistens ältere Menschen oder auch Aussiedlerfamilien“, erklärte Pastor Reinhardt Haack.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung habe sich nach der Wende nahezu ausgetauscht, bestätigte Thomas Nitz, der im gleichen Atemzug ergänzte, dass nicht gerade wenige NBZ-Besucher sagen, dass sie zwar nichts mit der Kirche am Hut haben, aber viele von ihnen gerne die Angebote nutzen. Unter anderem ist es der Umsonst-Laden im NBZ, der besonders stark frequentiert wird.

Gerade als Katrin Göring-Eckardt den Umsonst-Laden in Augenschein nehmen wollte, kamen ihr zwei Flüchtlingsfamilien und eine Frau Ghana entgegen. Sozial schwache Stralsunder Familien und Flüchtlinge nutzen den Umsonst-Laden besonders intensiv, erfuhr die Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.

Nach dem Grünhufe-Besuch fuhren Abromeit und Göring-Eckardt noch in die sogenannte „Halle" am Carl-Heydemann-Ring, wo das Kreisdiakonische Werk (KdW) eine Sozialstation betreibt.

crö

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