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Stralsund Bürger genervt von Rasern

Seit fast zwei Jahren fordern Anwohner der Tribseer Wiesen mehr Sicherheit auf den Straßen des Wohngebiets

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Fordern mehr Verkehrssicherheit: Henrik Hirche (v.l.), Verena und Sven Lenkeit sowie Rolando Tolzmann.

Quelle: Fotos: Robert Niemeyer

Stralsund. Es ist offenbar ein dickes Brett, dass Anwohner in den Tribseer Wiesen bohren müssen. Seit fast zwei Jahren fordern sie mehr Verkehrssicherheit in ihrem Wohngebiet, vor allem im Groß Lüdershäger Weg und in der Karl Fröhlich Straße. „Muss erst was passieren? Hier gibt es so viele Häuser, so viele Kinder“, fragt Anwohner Sven Lenkeit. Er und einige andere versuchen seit 2014, mit der Stadtverwaltung eine Lösung zu finden. Doch das Rathaus schiebt die Klärung offenbar immer wieder auf die lange Bank. „Die Verwaltung ignoriert das“, sagt Rolando Tolzmann, ebenfalls Anwohner.

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Seit fast zwei Jahren fordern Anwohner der Tribseer Wiesen mehr Sicherheit auf den Straßen des Wohngebiets

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„Muss erst was passieren? Hier gibt es so viele Häuser, so viele Kinder.“ Sven Lenkeit, Anwohner

Tolzmann war es, der am 21. November beim Dezernat 2 (Bauamt und Ordnungsamt) erstmals angefragt hatte, ob eine Verkehrsberuhigung möglich ist. In dem Wohngebiet ist Tempo 30 vorgeschrieben.

Allerdings, so die Anwohner, halten sich viele Autofahrer nicht daran, sondern fahren stattdessen viel zu schnell.

Immer wieder musste Tolzmann bei der Stadt nachfragen. Obwohl die Verwaltung Anfang April eine Verkehrszählung angekündigt hatte, dauerte es bis zum Frühjahr 2015, bis etwas passierte. Am 21. Mai 2015 gab es einen Vor-Ort-Termin. Die Verwaltung hätte zwar berichtet, dass die Verkehrszählung mehrere Fahrzeuge ergeben hätte, die zu schnell gefahren seien, teilweise bis zu 60 km/h. Genauere Angaben gab es jedoch nicht. „Es gab keine weiteren Infos zu den Ergebnissen“, so Rolando Tolzmann. Einzige Maßnahme im Anschluss: Die 30-Markierungen auf der Fahrbahn wurden nachgebessert.

„Markierungen auf dem Boden sind zu wenig“, sagt Rolando Tolzmann.

Nach diesem Termin drohte die Geschichte einzuschlafen. Die Stadt verwies Ende 2015 darauf, das andere Gebiete dringlicher seien. Seitdem ist nichts passiert.

„In den anderen Straßen regt sich aber auch schon Ärger“, sagt Tolzmann. Zeitnah müsse etwas passieren. Die Umwandlung in eine verkehrsberuhigte Zone ist zwar vom Tisch. Blumenkästen, Poller oder Bremshügel fordern die Anwohner aber stattdessen, um Raser auszubremsen. Durch parkende Autos auf der Straße hätten die Anwohner selbst versucht, einen Weg zu finden. „Aber unsere Autos als Rammbock zu benutzen, ist auch nicht Sinn der Sache. Wir würden uns sogar an den Kosten für die Umbauten beteiligen. Aber wir kommen zu keinem Ergebnis“, sagt Tolzmann.

Um den Druck zu erhöhen, haben sich die Anwohner nun Unterstützung aus der städtischen Politik ins Boot geholt. Bei einem VorOrt-Termin am Mittwoch machten sich Christiane Müller, Geschäftsführerin der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft, Peter van Slooten, SPD-Fraktionsvorsitzender, und SPD-Fraktions-Mitglied Mathias Miseler ein Bild von der Situation. „Die Anwohner sagen, so geht es nicht weiter. Wie kriegen wir es also hin, die Stadtverwaltung dazu zu bewegen, mit den Anwohnern eine Lösung zu finden?“, so Peter van Slooten.

Ein erster Schritt: Die SPD-Vertreter versprachen, einen Antrag in der Bürgerschaft zu stellen. Die Verwaltung soll beauftragt werden, zu prüfen, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in den Tribseer Wiesen notwendig sind. Allerdings müssen die anderen Fraktionen zustimmen.

Dieser Antrag könnte allerdings gar nicht mehr notwendig sein. Wie die Verwaltung gestern auf Anfrage mitteilte, sind bereits Veränderungen geplant. „Für den Groß Lüdershäger Weg im Bereich Elisabeth-Büchsel-Weg/Karl-Fröhlich- Straße sind bauliche Maßnahmen vorgesehen und abgestimmt. Die Umsetzung/Realisierung war noch für den Herbst 2016 (jetzt im Oktober) vorgesehen. Mit Ausschreibung der Leistung gab es seitens der Baufirmen nur Absagen, es gibt keine Kapazitäten mehr. Die Umsetzung kann damit erst im Frühjahr 2017 erfolgen“, heißt es.

Robert Niemeyer

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