Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik CDU-Kandidatin führt bei Online-Prognose
Vorpommern Stralsund Politik CDU-Kandidatin führt bei Online-Prognose
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 19.07.2016

Obwohl der Kampf um das Stralsunder Direktmandat bei der Landtagswahl in diesem Jahr auf Grund der vielen Kandidaten so spannend wie noch nie sein könnte, liegt die CDU-Kandidatin Ann Christin von Allwörden klar vorn. In der jüngsten Prognose des Onlineportals „election.de“, die am Sonntag veröffentlicht worden ist, erreicht die 37-Jährige einen Wert von 28 Prozent. Zweiter in der Wählergunst wäre der Prognose zufolge der AfD-Mann Matthias Laack (21 Prozent), der wie von Allwörden Mitglied der Stralsunder Bürgerschaft ist.

Alle anderen Parteien und Kandidaten folgen weit unterhalb der 20-Prozentmarke. Heike Carstensen (SPD): 14, Andrea Kühl (Die Linke): 13, Detlef Lindner (Bürger für Stralsund): 10, Jürgen Suhr (Grüne): 9 und Thoralf Pieper (FDP): 3 Prozent.

Die Prognose bezieht sich nur auf den Wahlkreis 26, zu dem ein Großteil des Stralsunder Stadtgebietes gehört. Das Onlineportal „election.de“ führt für seine Prognosen selbst keine klassischen Telefonumfragen durch, sondern wertet verschiedene vorhandene Umfragen, die Ergebnisse bisheriger Wahlen, das Verhalten der Wähler, Erst- und Zweitstimme den gleichen oder verschiedenen politischen Akteuren zu geben sowie weitere Faktoren aus.

Bei vergangenen Bundestags- und Landtagswahlen lagen diese Prognosen mindestens genauso nahe an den tatsächlichen Ergebnissen wie die Umfragen klassischer Meinungsforschungsinstitute. Insbesondere Parteien beauftragen „election.de“ mit Prognosen für einzelne Wahlkreise, um die politische Stimmung der Menschen in Wahlkämpfen vor Ort besser einschätzen zu können, wenn es um das Direktmandat geht.

Dass das Ergebnis bereits jetzt, sieben Wochen vor der Wahl und vor dem Start der heißen Wahlkampfphase so eindeutig ausfällt, überrascht. Durch die Spaltung des konservativen Lagers nach dem Eklat um die parteiinterne Kandidatennominierung in der CDU wäre durchaus mit einem engeren Rennen zwischen von Allwörden und der SPD-Frau Carstensen zu rechnen gewesen.

Die Christdemokraten hatten sich im September vergangenen Jahres überraschend für die Nachwuchspolitikerin Ann Christin von Allwörden entschieden. Dahinter witterte der bisherige CDU-Landtagsabgeordnete Detlef Linder einen politischen Meuchelmord und trat vor wenigen Wochen aus der Union aus. Nun geht er offiziell als Einzelkandidat, aber mit Unterstützung der Wählergemeinschaft Bürger für Stralsund (BfS) an den Start. Zusätzlich sorgt die AfD für mehr Konkurrenz im streng konservativen Lager, wo sich zumindest der Großteil der Partei verortet sieht.

Ann Christin von Allwörden sagt, dass die Ausgangslage für die CDU damit schwieriger sei als bei vergangenen Wahlkämpfen. „Aber viele Bewerber bereichern die Demokratie.“

In einer Woche wollen die Parteien damit beginnen, ihre Plakate zu kleben. Dann wird Stralsund wieder ein Stück bunter sein.

Benjamin Fischer

Mehr zum Thema

Landtagskandidaten der SPD starten auf Rügen mit Pfeife und spitzer Feder in den Wahlkampf

14.07.2016
Rügen Burkhard Lenz - So kamen sie rüber

Der langjährige Landtagsabgeordnete der CDU bleibt allgemein. Beim Thema Haushaltsführung weiß er zu berichten, dass es ein „Wunsch der damaligen Finanzministerin ...

15.07.2016

Die Direktkandidaten für den Landtag von MV stellten sich auf einem Forum des Wirtschaftsvereins Rügen in Bergen vor

15.07.2016

Barther Stadtverwaltung ließ die Bahn einlagern / Stadtvertreter fordern den Aufbau

19.07.2016

Manuela Schwesig (SPD) im Plausch mit Altenpleenern

18.07.2016

Derjenige soll sich um nachhaltige Jugend- und Familienpolitik kümmern / Umsetzung funktioniert wohl nur auf ehrenamtlicher Basis

14.07.2016
Anzeige