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Politik Gegen Für und Wider Gegen
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00:05 10.08.2016

„Wahlzeit!“ Nicht „Für weniger Meer und Nacht“ nein, „Für mehr Land und Tag“ zetteln Sie am 4. September in die Urne. Wahlzeit ist ja die Zeit, wo wieder so richtig aufgetischt wird und auch mal über den Tellerrand hinaus Weisheiten mit Löffeln verköstigt werden, im ewigen Ringen zwischen Wettessen und Futterneid.

Die einen wollen mehr „Demokratiewagen“ und die anderen mehr Elektroautos, wenn Sie wissen was ich meine. Damit es nicht zu Verstopfungen, Völlegefühl oder sonstigen Magenbeschwerden kommt, sollten Sie rechtzeitig das anstehende Wahlessen etwas vorverdauen, schließlich können sie ja derzeit nahezu überall „á la Plakat“ speisen. Und was stehen da nicht für auserlesene Köstlichkeiten auf dem Büfett der Kandidatur, angerichtet in fast exakter demokratischer Grundordnung.

Von gutbürgerlicher Küche über deftige Hausmannskost, vom Leichtbekömmlichen und Schwerverdaulichen bis hin zu Ungenießbarem mit braunen Stellen, ist alles dabei. „Mit Sicherheit...“ , für „Starke Wirtschaft...“, „Gute Chancen...“, „Für die Zukunft...“, die ja für ihre Beförderung tiefer in die Tasche greifen muss, „...fürs Volk...“, „Erfahrung...“, „...Kindergarten“, „...Grundschule“, „...

Rente“, praktisch „...mit Augenmaß“ wieder alle gemeinsam „...auf Kurs“. Andere arbeiten mit dem Hinterkopf, was ich gut finde, denn Rücksicht wird heute ja kaum mehr genommen. Um es einmal auf den Punkt zu bringen, ist mal wieder jeder: Für „Kraut und Gulasch“, also für all das, woran nun schon so ausgiebig herumgekaut wird, dass es einen wundert, dass sich da scheinbar noch niemand die Zähne ausgebissen hat.

Und Erstwählern die Zweitstimme erklären, „Drittbrettfahrer“ doch noch heranzufieren in einer Zeit, wo Pokemonjagd offensichtlich appetitanregender und sättigender ist, als es Stimmenfang jemals war, darin liegt ja das offene Geheimrezept, egal ob sie in geschlossenem Kostüm, mit hochgekrempelten Ärmeln, in Weste, mit ausgezogenem Jackett oder beschlipst kochen, sie alle kochen auch bloß mit Wasser.

Geschätzter Leser, um die Suppe, die dabei entstehen könnte, nicht gezwungenermaßen auslöffeln zu müssen, lesen Sie bitte den Speisenplan genau, auch wenn Sie es langsam satt haben. Es bleibt Zeit genug, um nichts anbrennen zu lassen, denn schließlich „Sind wir ja jung und „Noch kann es alles werden!“ In diesem Sinne: „Wahlzeit!“

OZ

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