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00:01 10.01.2017

Die Gemeinden des Amtsbereiches Franzburg-Richtenberg ziehen mit denen aus den umliegenden Ämtern gleich und müssen in diesem Jahr mehr Geld für ihre Verwaltung bezahlen. Die Umlage dafür steigt von 1,180 auf 1,231 Millionen Euro. Am härtesten trifft es Splietsdorf (plus 18000 Euro), Gremersdorf-Buchholz (+ 23000), Glewitz (+

Im Franzburger Rathaus hat die Amtsverwaltung für die rund 7950 Einwohner der zehn Gemeinden ihren Sitz. Quelle: Foto: Reinhard Amler

17000), Papenhagen (+ 13000) und Velgast (+ 16000).

Da sich die Höhe der Amtsumlage aus der Steuerkraft 2015 und der Schlüsselzuweisung 2016 berechnet, gibt es auch Gemeinden, für die es billiger wird. Richtenberg spart 11000 Euro, Wendisch-Baggendorf zahlt 10000 und Weitenhagen 13000 Euro weniger aufs Amtskonto. Franzburg muss gegenüber dem Vorjahr 17000 Euro weniger berappen. Mit einem Plus von 50000

Euro ist der Anstieg insgesamt also nicht so drastisch wie anderenorts.

Der Haushalt des Amtes hat sowohl im Ergebnis- als auch im Finanzbereich ein Volumen von 1,637 Millionen Euro. Größter Ausgabebrocken ist, wie in den Nachbarämtern auch, das Personal, das die Gemeinden finanzieren, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. 1,26 Millionen müssen dafür ausgegeben werden. Dahinter stehen 23,8 Stellen inklusive Tarifanpassung, Erhöhung des Auszubildenen-Entgeltes und einer Vertretung im Bereich Steuern, weil sich eine Kollegin im Erziehungsurlaub befindet.

Das Investitionsprogramm nimmt sich dagegen mickrig aus. So sind lediglich 26950 Euro geplant. Dafür sollen Arbeitsplätze mit neuen PC ausgestattet werden, und die Anschaffung eines Ersatzservers ist angedacht. Weitere Software und neue Stühle stehen ebenso auf der Liste.

Amtsvorsteher Peter Fürst versäumte es in der Haushaltsdebatte Ende des letzten Jahres nicht, sowohl der Kämmerei als auch dem Rechnungsprüfungsausschuss für die intensive Arbeit zu danken. „So konnten bereits sechs von zehn Gemeindehaushalten beschlossen werden“, sagte der Amtschef. Kurz darauf wurde auch der Amtsetat ohne Gegenstimme befürwortet.

Das zahlen die Gemeinden

19,59 Prozent – das ist die Amtsumlage für die zehn Gemeinden im Bereich Franzburg-Richtenberg, dahinter stehen insgesamt 1,231 Millionen Euro. 2016 waren es 1,180 Millionen Euro. Macht ein Plus von rund 50000 Euro.

Und das zahlen die Gemeinden 2017 für ihre Verwaltung:

Velgast: 251 200

Richtenberg: 198554

Franzburg: 197500

Gremersdorf/Buchholz: 124000

Millienhagen/Oebelitz: 59800

Weitenhagen: 31900

Papenhagen: 87600

Splietsdorf: 112200

Glewitz: 83400

Wendisch-Baggendorf: 85 100

Der jeweilige Betrag ergibt sich aus folgender Berechnung: Die Steuerkraftmesszahl des Jahres 2015 (resultierend aus den Steuern, die die Kommune eingenommen hat) und die Höhe der Landes-Schlüsselzuweisung des Jahres 2016 ergeben die Umlagegrundlage des Folgejahres, also für 2017. Das sind im Amt Franzburg-Richtenberg für alle zehn Kommunen 6,283 Millionen Euro. Von dieser Summe geht die Amtsumlage von 19,59 Prozent ab. Das sind dann die bereits oben erwähnten 1,231 Millionen Euro. iso

Ines Sommer

Amt Franzburg-Richtenberg erhöht Umlage um 50000 Euro

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