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Politik Integration braucht Begegnungen und Geduld
Vorpommern Stralsund Politik Integration braucht Begegnungen und Geduld
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00:05 10.05.2017
Bild mit Symbolcharakter: Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Flüchtling Somer (12) aus Syrien. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Stralsund

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte gestern das Nachbarschaftszentrum (NBZ) unter dem Dach der Auferstehungskirche in Grünhufe. Sie wolle sich in ihrem Wahlkreis als Bundestagsabgeordnete ein Bild über die ehrenamtliche Arbeit machen, die hier geleistet werde, erklärte sie. Empfangen wurde Angela Merkel von Einheimischen und Zuwanderern, die im Stadtteil leben.

Hausherr Pastor Reinhart Haack empfing die Kanzlerin und berichtete über die Anfänge der offenen Gemeindearbeit in der 1991 geweihten Kirche im damals jüngsten Wohngebiet der Hansestadt. Diese sind vielfältig, wie Angela Merkel von Conny Gürgen erfuhr, reichen sie doch von der Kinder- und Jugendarbeit über das Elterncafé und den Umsonstladen, den die OZ-Leser zu Weihnachten 2015 mit Spenden unterstützten. Die Mitarbeiterin des Kreisdiakonischen Werkes erzählte vom jüngsten Projekt „Gemeinsame Heimat Stralsund“. Dieses unterbreitet Angebote, die Einheimische und Flüchtlinge in der Hansestadt in Kontakt bringen und letzteren über das Deutsch-Training im Alltag bei der Verständigung helfen. „Persönliche Begegnungen bauen Vorbehalte ab und tragen zur Integration bei “, so Conny Gürgen.

Die Hansestadt hat etwa 2000 Geflüchtete aufgenommen, viele aus den Kriegsgebieten Syriens. Ein großer Teil von ihnen füllte das Nachbarschaftszentrum, um die Bundeskanzlerin zu treffen, unter ihnen Somer sowie Maryam Shrede und ihr Sohn Samir, die Handyfotos mit Angela Merkel knipsten.

Die Kanzlerin bedankte sich für den Einsatz der Ehrenamtler im NBZ. Den Zugewanderten legte sie ans Herz, beim Erlernen der deutschen Sprache und der oft fremden Regeln und Gesetze in Deutschland nicht die Geduld zu verlieren. Ihr Rat in Sachen Integration: „Gut Ding will Weile haben.“

Jörg Mattern

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