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Politik Kampf ums Taubenhaus – Abriss droht
Vorpommern Stralsund Politik Kampf ums Taubenhaus – Abriss droht
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00:02 08.11.2017

. Tote Tauben, ein marodes Haus und eine bakterielle Infektion. Angesichts dieser Umstände will die Stadt das Taubenhaus an der Brunnenaue abreißen. Aber die Taubenunterstützer geben nicht auf. Einer von ihnen ist Friedhelm Meyer.

Seit etwa zwei Jahren versorgt der 78-Jährige die Tauben liebevoll mit Wasser und Futter, harkt den Boden und säubert das Taubenhaus alle zwei Wochen – ehrenamtlich und durch Spenden finanziert. „Vor einigen Wochen lag zum vierten Mal eine tote Taube unter dem Taubenschlag“, sagt der Pensionär. Tierarzt Hendrik Somschor stellte als Todesursache einen „heftigen Schlag mit einem harten Gegenstand“

fest. Zudem diagnostizierte er die sogenannte Papageienkrankheit – eine meldepflichtige bakterielle Infektion. „Leider gibt es Menschen, die ihren Frust an den Tauben auslassen. Das ist ja wohl der falsche Weg“, sagt Friedhelm Meyer.

Als der Taubenvater vom Bauamt darüber informiert wurde, dass die Stadt das Haus abreißen will, war auch eine Tierärztin anwesend. Sie teilte dem Taubenfreund mit, er könne die Tiere bis zum Abriss des Schlages weiter füttern. Meyer sieht dies anders. „Wenn die Infektionskrankheit so schwerwiegend ist und nicht behandelt werden kann, so müssen die Tiere getötet werden, und zwar noch vor dem Abriss des Taubenschlages, denn sonst besteht doch die Gefahr, dass sie einen anderen Taubenschlag aufsuchen und auch diese Tiere anstecken.“

Friedhelm Meyer würde das Taubenhaus gern mit einem neuen Pappdach versehen, es gründlich desinfizieren und dann neue, gesunde Tauben ansiedeln. „Mit dem Abriss ginge eine kleine Sehenswürdigkeit verloren. Wie so oft ist alles eine Frage des Geldes“, stellt er fest. Morgen Nachmittag ist das Taubenhaus durch einen Antrag der Fraktion Linke Thema in der Bürgerschaft. Sitzung: Donnerstag, 16 Uhr, Löwenscher Saal, Rathaus Stralsund

Dana Frohbös

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