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Politik Lecker kochen und dabei auf Deutsch plaudern
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00:00 08.06.2017
Rouba gehört zu den regelmäßigen Teilnehmern des Begegnungscafés der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlingshilfe. Quelle: Foto: Anett Kindler

Der Name verrät es: Das Begegnungscafé der AG Flüchtlingshilfe bietet seit zwei Jahren Menschen, die aus ihrem Land fliehen mussten, einen Ort der Begegnung und des Zusammenseins. „Nur bei dem Café ist es nicht mehr geblieben“, sagt Anett Kindler, die gemeinsam mit Gisela Ehricke, Mechthild Helms und Katrin Schulz den harten Kern des Organisationsteams bildet.

Anfangs gab es Kaffee und Kuchen, doch dann wollten sich die Frauen und Männer, die als Flüchtlinge in der Hansestadt leben, selbst einbringen. Mittlerweile wird nun fast jedes Mal gekocht – von den Menschen aus Syrien, Afghanistan, Ghana oder der Ukraine. „Wir haben da richtige Kochtalente“, ist Anett Kindler begeistert. Und nebenbei werden die Flüchtlinge dazu angehalten, sich auch untereinander auf Deutsch zu verständigen.

„Wir schaffen Raum für Begegnung und helfen den Flüchtlingen so, in das Alltagsdeutsch reinzukommen. Es ist schön, wenn viele Leute beieinander sitzen und gemeinsam lachen“, sagt Gisela Ehricke. Und Mechthild Helms ergänzt: „Wir begleiten sie eine Weile und unterstützen auch, aber dann gehen diese Menschen weiter ihren Weg. Wir machen sie sozusagen flügge und wollen nicht tothelfen.“ Doch auch wenn alle Beteiligten sich gern engagieren und einbringen, würden sie sich über Unterstützung freuen, denn das 14-tägliche Begegnungscafé zu organisieren, bedarf es doch einigen Aufwands.

Das Begegnungscafé ist eine der vier Säulen der AG Flüchtlingshilfe. Des weiteren zählen angebotene Sprachkurse, Sportangebote und die Fahrradwerkstatt dazu. Wer Interesse daran hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, kann sich an info@agfluechtlingshilfe.org wenden. Weitere Informationen unter www.agfluechtlingshilfe.org.

Miriam Weber

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