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Politik Lothar Großklaus: Ein Prozess ist in Gange
Vorpommern Stralsund Politik Lothar Großklaus: Ein Prozess ist in Gange
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00:00 03.05.2016

Grimmen Seit etwas mehr als einem Jahr ist Lothar Großklaus Koordinator für die Bürgermeister- und Experteneinsätze im Auftrag der Kooperationsstelle beim Beauftragten für die Deutsch-Griechische- Versammlung und Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (MdB).

Was genau machen Sie eigentlich?

Lothar Großklaus: Nachdem ich seit Januar 2015 nicht mehr als Vize- Landrat im Einsatz bin, kümmere ich mich ehrenamtlich um das Vermitteln zwischen den verschiedensten deutschen und griechischen Stellen.

Welches Ziel wird hiermit verfolgt?

Großklaus: Es geht darum, die Wirtschaft in Griechenland anzukurbeln. Dies passiert auf ganz vielen Ebenen, wie in Sachen Tourismus und Gastronomie oder beim Thema erneuerbare Energien.

Worum genau kümmern Sie sich diesbezüglich?

Großklaus: Wenn der Wunsch besteht, führe ich Bürgermeister, Unternehmer oder auch Vereine zusammen und helfe eine Kooperation aufzubauen, um Projekte auf den Weg zu bringen.

Und inwiefern soll dies zum wirtschaftlichen Aufschwung beitragen?

Großklaus: In erster Linie ist es ein Erfahrungsaustausch. Viele Strukturen, die wir in Deutschland vorfinden, gibt es in Griechenland so nicht. Es geht darum, den zuständigen Leuten in Griechenland aufzuzeigen, wie man gewisse Sachen verbessern kann, um in diesen Bereichen effizienter zu werden.

Und dies nehmen die Griechen gut an?

Großklaus: Es ist ein Prozess, der nicht von jetzt auf gleich funktioniert. Man braucht dort nicht hinfliegen und sagen: So machen wir das in Deutschland — jetzt macht das auch so. Es gilt, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und mit Experten beider Länder Lösungen zu finden. Dies bedeutet im Idealfall wirtschaftlichen Aufschwung für Griechenland und viele neue Erfahrungen für deutsche Unternehmer, Verbände und Vereine.

Worin besteht die größte Herausforderung?

Großklaus: Am besten lässt sich dies am Beispiel „Straßenbau“ erläutern. Wenn in Deutschland der Kreis entscheidet, dass für eine gewisse Sanierung Fördergelder bewilligt werden, ist die Sache erledigt. In Griechenland geht solch ein Antrag von der Kommune nach Athen und Jahre später kommt vielleicht die Bewilligung. In dieser Zeit hat es, um bei dem genannten Beispiel zu bleiben, eine andere Straße aber schon viel nötiger. Heißt anders gesagt: Man braucht Geduld, weil schnelle Entscheidungen nicht möglich sind.

Von rm

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