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Politik Mehr soziale Arbeit an Schulen im Landkreis
Vorpommern Stralsund Politik Mehr soziale Arbeit an Schulen im Landkreis
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00:00 11.04.2016

Gute Resteverwertung: Im Jahr 2016 konnten sechs neue Stellen für Schulsozialarbeiter im Landkreis Vorpommern-Rügen geschaffen werden. Finanziert werden sie aus Restmitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) aus den Jahren 2010 bis 2012. Was bedeutet das im Klartext?

Carina von Cube ist Schulsozialarbeiterin an der Gagarin-Schule.

Schulsozialarbeit wird unterschiedlich finanziert. In jedem Fall ist der Kreis beteiligt, zusätzlich zur Förderung durch Bund oder Europäischer Union. Auch Kommunen und freie Träger sind oftmals mit Eigenmitteln eingebunden.

Weil die Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets, einer Zuwendung des Bundes, in den Jahren 2010 bis 2012 nicht vollständig ausgeschöpft wurden, verblieb beim Landkreis ein Restbetrag von 4113

620 Euro, der nun komplett in die Schulsozialarbeiter-Stellen fließen wird. Aktuell gibt es im Landkreis 50 Schulsozialarbeiter, 13 von ihnen arbeiten in Stralsund. Die neuen Stellen befinden sich an der Bernstein-Schule in Ribnitz-Damgarten, der Grundschule in Grammendorf und der Heinrich-Bandlow-Grundschule in Tribsees. In Stralsund haben nun die Grundschulen „Karsten Sarnow“, „Hermann Burmeister“ und „Juri Gagarin“ einen Schulsozialarbeiter.

„Wir sind froh, dass wir mit Carina von Cube vom Verein Lebensräume nun jemanden haben, der uns im sozialen Bereich unterstützen kann“, sagt Mary Wittenburg, Schulleiterin der Juri-Gagarin-Schule.

„Unser Einzugsgebiet ist sehr groß und viele unserer 325 Schüler kommen schon am Morgen mit einem Rucksack voller Probleme in die Schule. Das kann eine Schulsozialarbeiterin ein wenig abfangen“, ist Mary Wittenburg überzeugt. Die 27-jährige Carina von Cube, gerade nach Stralsund gezogen, freut sich auf ihre Arbeit mit den Grundschülern.

„Die Arbeit der Schulsozialarbeiter findet sozusagen auf einem Parallelgleis statt“, sagt Gero Schwedhelm, Schulleiter der Adolph-Diesterweg-Regionalschule. „Schulen sind nicht nur Bildungseinrichtungen, sondern vielmehr Lebensmittelpunkt der Kinder.“ Und so versteht sich Bärbel Seeck vom Internationalen Bund, Schulsozialarbeiterin an der Diesterweg, als Ansprechpartner für Kinder außerhalb des Unterrichts. „Außerdem sind wir Netzwerker. Wenn es Probleme gibt, können wir helfen, Kontakte zu Institutionen oder Vereinen zu knüpfen.“

Auch Anja Fock vom Verbund für soziale Projekte, Schulsozialarbeiterin am Schulzentrum am Sund, wird von Schulleiterin Regina Landt als große Hilfe empfunden. „Sie ist Vertrauensperson und Mediator in einem“, sagt Regina Landt. „Zudem werden viele Präventionsprojekte von den Schulsozialarbeitern angeschoben und initiiert.“

Geförderte Stellen

50 Schulsozialarbeiterstellen gibt es im Landkreis Vorpommern-Rügen.

29 von ihnen sind gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und 21 durch das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).

6 neue Stellen für Schulsozialarbeit konnten im Jahr 2016 geschaffen werden. Darunter eine an der Bernstein-Schule in Ribnitz-Damgarten, an der Grundschule in Grammendorf und an der Heinrich-Bandlow-Grundschule in Tribsees.

Dafür standen 4113620 Euro zur Verfügung.

Von Miriam Weber

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