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00:00 09.08.2016

Matthias Laack hat sein Leben der See gewidmet – jetzt will er, dass auch Stralsund mehr vom Meer profitiert. Der 67-Jährige, der am 4. September für die AfD in den Schweriner Landtag einziehen will, ist Nautiker im Ruhestand. Bereits mit 17 Jahren fuhr er das erste Mal zur See, in seiner Karriere arbeitete er sich bis in die Kapitänskajüte empor.„Ich war mit Frachtern in fast in allen Ländern“, sagt Laack. Daher wisse er, dass in der maritimen Wirtschaft weltweit viel Geld verdient wird – „nur nicht in Stralsund.“

Matthias Laack sieht es als seine politische Mission an, das zu ändern. Der Schlüssel für mehr Umschlag im Hafen der Hansestadt ist für ihn die Vertiefung der Nordansteuerung – und zwar auf eine enorme Tiefe von acht Metern. Zum Vergleich: 2015 wurde dieser Weg auf 4,50 Meter Tiefe ausgebaggert, was 4,5 Millionen Euro kostete. „Mir ist klar, dass mein Vorhaben Geld kostet. Das wird aber wieder reingefahren“, ist der Politiker überzeugt. Reeder könnten dann Frachter mit einer sehr rentablen Größe nach Stralsund bringen. „Diese Schiffe bringen Arbeit und Steuereinnahmen.“

Der gebürtige Rüganer sitzt seit 2014 in der Stralsunder Bürgerschaft. Dort ist er bislang durch forsche Nachfragen und Äußerungen aufgefallen, bekam aber auch viel Gegenwind von den anderen Fraktionen. „Es ging mir dort nicht darum, Verbündete zu finden. Ich gehe davon aus, dass die Konstellationen in Bürgerschaft und Landtag nach den nächsten Wahlen andere sein werden“, sagt Laack.

Bekannt wurde Matthias Laack in Stralsund übrigens nicht durch einen Kampf um politische Ämter, sondern durch ein ganz anderes Gefecht. Weil er zwischen 2006 und 2012 zu viele Parktickets gesammelt hatte, wurde ihm von den Behörden der Führerschein entzogen. Trotz etlicher juristischer Scharmützel hat Laack seine Fahrerlaubnis bis heute nicht wieder. Kein Problem, meint er. „Nach Schwerin werde ich mit dem Zug fahren.“

Alexander Müller

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