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Junge Leute interessieren sich nicht für Politik? OZelot lokal beweist das Gegenteil und stellt vier engagierte Nachwuchspolitiker aus der Hansestadt vor

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Friedrich Bosse möchte Politik mitgestalten und ist davon überzeugt, dass das immer mehr junge Leute auch wollen.

Quelle: Vincent Huysmann

Stralsund. „Es gibt viele Dinge, für die man sich in der Politik einsetzen kann“, ist Tobias Wallrath aus Stralsund der Meinung. Der 18-Jährige ist seit 2012 als Jungsozialist in der Jugendorganisation der SPD tätig. Er ist einer von 70000 „Jusos“, die sich unter anderem für ein demokratisches und soziales Europa, Meinungsfreiheit oder den Umweltschutz einsetzen.

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Junge Leute interessieren sich nicht für Politik? OZelot lokal beweist das Gegenteil und stellt vier engagierte Nachwuchspolitiker aus der Hansestadt vor

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Immer mehr junge Menschen wollen Politik mitgestalten und damit etwas bewegen.“Friedrich Bosse (15), Schüler am Schulzentrum am Sund

In erster Linie macht sich Tobias für ein gutes Bildungssystem und soziale Gerechtigkeit stark. Dieses Ziel verfolgte er bereits als Sprecher der Jusos Schüler und Schülerinnen von Mecklenburg-Vorpommern und als Mitglied des Schülerrats am Hansa-Gymnasium.

Außerdem wollen die Jusos eine offene und tolerante Gesellschaft, in der kein Hass geschürt wird und engagieren sich dementsprechend gegen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Zurzeit bereitet der Rechtsruck in Deutschland und Europa Tobias große Sorgen: „Ich finde es wichtig, sich die Probleme der Menschen anzuhören und ihnen die Ängste zu nehmen.“ Aus diesem Grund war der Stralsunder in einigen Bündnissen, wie „Rock gegen Rechts“, aktiv.

Auf die kommende Landtagswahl ist der 18-Jährige gespannt und hofft, „dass die Rechtspopulisten schlecht abschneiden. Eine rot-rot-grüne Regierung wäre natürlich super, da der Ministerpräsident Erwin Sellering und die Kandidaten hier vor Ort eine tolle Arbeit leisten.“ Nach seinem Abitur in diesem Jahr wird Tobias „Sicherheit und Gefahrenabwehr“ in Magdeburg studieren und ist sich sicher: „Auf jeden Fall werde ich mich mit Politik weiterhin befassen und meine sozialistischen Zielsetzungen nicht aus den Augen verlieren.“

Die Stralsunderin Marlene Steil beweist, dass hinter grünem Denken mehr steht als Sonnenblumen und glückliche Kühe. Die 16-Jährige hat sich schon vor ihrer Zeit bei den Grünen für Tierschutz und Soziales stark gemacht: „Jeder Jugendliche sollte sich seine eigene Meinung bilden, sich aber dann aktiv zu engagieren, ist noch etwas anderes.“

Ihr Weg in die Politik begann eher zufällig: „Man hatte mich gefragt, ob ich zu einem der ersten Treffen der grünen Jugend mitkommen wolle. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt.“ Meinungsvielfalt und -austausch sind außerdem ein Anreiz zur politischen Teilhabe. „Sich zu informieren und sich mit anderen Meinungen zu befassen, macht mir viel Spaß und erweitert den Horizont. Es gibt innerhalb einer Partei viele verschiedene Schwerpunkte, über die man diskutieren kann. Man darf nicht auf der Stelle treten. Die Zeit, in der ich mich politisch engagiere, hält mich immer in Bewegung“, sagt sie.

Verstaubt und konservativ? Für 80 Mitglieder des Verbandes der Jungen Union in unserer Region haut diese Beschreibung ihrer Partei nicht hin. Karl Forschner (15) ist einer von ihnen. Schon immer interessierte er sich für Politik und Wirtschaft. Doch anstatt ohnmächtig zuzusehen, beschloss er früh, selbst aktiv zu werden. Dies war ihm besonders wichtig, da „die Jugendlichen von vielen jetzigen politische Entscheidungen viel stärker betroffen sein werden, als die Politiker“.

Aus diesem Grunde war ihm eine Politik wichtig, in der keine Schuldenberge auf spätere Generationen abgewälzt werden, und dennoch die Wirtschaft gefördert wird. Und die Junge Union macht sich für diese Ziele stark. „Für mich bietet diese Partei den plausibelsten Weg, den Menschen und vor allem uns, der jüngeren Generation, das Beste zu ermöglichen.“

Gemeinsam organisieren sie Diskussionsabende, besuchen regionale Betriebe und unterstützen die Mutterpartei beim Wahlkampf. Er schaut optimistisch in die Zukunft: „Man kann noch viel in unserem Land machen.“

Der Stralsunder Friedrich von Bosse vom Schulzentrum am Sund engagiert sich politisch für die Jugend der Linkspartei (solid). Warum ausgerechnet diese Partei? Ihm imponiert die linke Politik, er will sich in die politische Welt einbringen, gegen Rechtspopulismus und für unsere junge Generation einsetzen. Schon lange war Friedrich daran interessiert, politisch irgendwo mitzuwirken und traf vor Kurzem die Entscheidung, solid beizutreten. Der Kontakt wurde durch das Planspiel „Jugend und Parlament“ vermittelt, das in Berlin stattfand und vom Bundestag organisiert wurde. Wie alle anderen Nachwuchspolitiker auch, engagieren sich die jungen Linken beim Wahlkampf. „Für mich ein wichtiges Thema, denn ich setze mich für das Wahlrecht ab 16 ein.“ Mit den anderen solid-Mitgliedern engagiert sich Friedrich außerdem für die Hilfe von Flüchtlingen, für den Umwelt- und Tierschutz und interessiert sich für Friedensbündnisse. Für ihn steht fest, dass er sich auch weiter politisch einbringen wird. „Und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, denn ich habe das Gefühl, dass immer mehr junge Menschen sich für Politik nicht nur interessieren, sondern sie auch mitgestalten wollen.“

Sabrina Scholz (17), Swantje Schurig (17) und Richard Weinz (17) besuchen das Hansa-Gymnasium. Vincent Huysmann (17) besucht die Integrierte Gesamtschule Grünthal.

Sabrina Scholz, Swantje Schurig, Richard Weinz und

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