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Politik Neue Hoffnung für größere Kita und moderne Sporthalle
Vorpommern Stralsund Politik Neue Hoffnung für größere Kita und moderne Sporthalle
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00:00 17.10.2017
Stralsund

Zwei von vielen Stralsundern herbeigesehnte Bauvorhaben sollen jetzt den nötigen Anschub bekommen. Die Stadtverwaltung will den Ausbau des Montessori-Kinderhauses und eine neue Turnhalle für die Grundschule Andershof auf die eigene Prioritätenliste setzen. Auf diese Weise hätten die Projekte realistische Chancen auf Fördermittel aus dem sogenannten Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), heißt es im Antrag für die Stralsunder Bürgerschaft. Das Land hatte die Gemeinden dazu aufgerufen, entsprechende Anträge für das Programm einzureichen. Die Bürgerschaft berät am Donnerstag darüber (17 Uhr, Rathaus), ob sie der neuen Prioritätenliste zustimmen will.

Die Montessori-Kita im Sonnenhof in Grünhufe ist auf die Fördermittel für die Erweiterung dringend angewiesen. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Elke Reimann, Verwaltungsleiterin im Montessori-Verein. Die 288 Plätze sind komplett ausgebucht, die Warteliste reicht bis 2018. Seit dem Jahr 2015 bemühe man sich um finanzielle Unterstützung – noch ohne Erfolg. Deswegen setze man große Hoffnungen in den neuen Versuch der Stadtverwaltung. „Ohne Zuschüsse müssten wir Kredite aufnehmen. Die Zinsen würden wiederum höhere Platzkosten für die Eltern bedeuten – und das will keiner“, sagt Elke Reimann.

Für den Neubau sind 1,5 Millionen Euro geplant, einen Eigenanteil würde der Montessori-Arbeitskreis als Träger beisteuern. Platz ist dann in diesem Haus für 75 Kinder. Sogar ein Grundstück gibt es bereits: Gebaut werden soll direkt neben dem bestehenden Haus. Mit der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft wurde bereits eine Einigung erzielt. Entstehen soll ein Zweigeschosser in Modulbauweise.

Auch die Sporthalle der Grundschule in Andershof könnte mit EFRE–Mitteln erneuert werden. Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung das Geld aus einem anderen Fördertopf einwerben, hat dafür aber jetzt eine Absage vom Land erhalten. Der Neubau einer Ein-Feld-Halle würde wohl 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Stadtverwaltung will die beiden Projekte auf die Plätze sechs und sieben der Prioritätenliste setzen. Bei den Vorhaben weiter vorne gibt es bereits grünes Licht für eine Förderung aus dem EFRE-Programm. Dazu zählen die Sporthalle der Gagarin-Schule, die Neugestaltung des Tribseer Damms, die Sanierung der Lutherkirche in der Tribseer Vorstadt und das Stadion Kupfermühle. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich für die Projekte, die nun nach hinten rutschen, keine Nachteile ergeben. Auf Platz acht folgt etwa die Entwicklung des Bahnhofsumfelds einschließlich Busbahnhof.

Alexander Müller

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