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Neue Verwaltungsstruktur im Stralsunder Rathaus

Stralsund Neue Verwaltungsstruktur im Stralsunder Rathaus

Hansestadt gründet Amt für Kultur, Welterbe und Medien

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Das Stralsunder Rathaus in einer Doppelbelichtung: Dieses Foto gelang OZ-Leserin Conny Eisfeld noch bevor das Gebäude für die Sanierung der Fassade eingerüstet wurde.

Quelle: Foto: Conny Eisfeld/lomoherz

Stralsund. Die Hansestadt ändert ihre Verwaltungsstruktur im Rathaus: Es wird ein neues Amt für Kultur, Welterbe und Medien geschaffen. Damit hat die Stadt dann insgesamt neun Ämter. Außerdem sind seit 1. April alle Amtsleiter direkt Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) unterstellt. „Damit entfällt die Funktion der bisherigen Dezernenten“, bestätigt der Sprecher des Rathauses, Peter Koslik.

Neun Ämter

Alle neun Ämter auf einen Blick:

Amt für zentrale Dienste,

Rechtsamt und Beteiligungsmanagement,

Rechnungsprüfungsamt

Kämmereiamt

Ordnungsamt

Amt für Kultur, Welterbe und Medien

Bauamt

Amt für Schule und Sport

Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Künftig gibt es neun Amtsleiter und 24 Abteilungsleiter.

Die Postanschrift für das Rathaus lautet: Postfach 2145, 18408 Stralsund. ☎ 03831/2520.

Anlass für die neue Struktur sei „der Wunsch nach einer Straffung der Prozesse und der Stärkung der Eigenverantwortung der Amtsleiter“, begründet Koslik. Es seien aber keine Stellen gestrichen worden, vielmehr entfalle eine Hierarchie-Ebene. „Flache Hierarchien, größere Gestaltungsmöglichkeiten“, argumentiert Koslik.

Die Funktion eines Dezernenten haben jeweils die bisherigen OB-Stellvertreter, Dieter Hartlieb und Holger Albrecht (beide CDU) in Personalunion als Amtsleiter ausgeübt. Nach dem Wechsel von Hartlieb zu den Stralsunder Stadtwerken hat sich das Personalkarussell neu gedreht: Die Bürgerschaft wählte zum 1. April Senator Holger Albrecht zum Ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Albrecht ist seit 1990 Amtsleiter bei der Hansestadt. Er leitet das bisherige Amt für Kultur, Schule und Sport und war zuvor Zweiter OB-Stellvertreter. In die Funktion des neuen Zweiten Stellvertreters und zum Senator wurde ebenfalls per 1. April Heino Tanschus gewählt – seit 2012 Chef des Ordnungsamtes.

Grund für das neue Amt für Kultur, Welterbe und Medien sei laut Koslik, dass man „Themen mit inhaltlich engem Bezug zueinander unter einem Dach“ zusammenfassen wollte. Andererseits werde damit ermöglicht, das bisherige Amt für Kultur, Schule und Sport zu entlasten, damit der Fokus künftig noch stärker auf dem Thema Schulen liegen könne. Es würden keine Stellen wegfallen. Die Deckung für die neuen Stellen erfolge aus dem vorhandenen Personalbestand.

Die Besetzung des Chefpostens des neuen Amtes soll laut Koslik zum 12. April erfolgen. Die Ausschreibung sei inzwischen abgeschlossen, so der Rathaussprecher. Als heißeste Kandidatin gilt nach OZ-Informationen Welterbemanagerin Steffi Behrendt. Die Personalie soll am 11. April vom Hauptausschuss der Bürgerschaft abgesegnet werden.

Der Ausschuss muss auch über die endgültige Neubesetzung der Stelle des Bauamtsleiters entscheiden, die seit dem Ausscheiden von Hartlieb vakant ist. Kommissarisch wird das Bauamt derzeit von Stadtplanungschef Ekkehard Wohlgemuth geführt. „Sobald das Einvernehmen zwischen dem Oberbürgermeister und dem Hauptausschuss der Bürgerschaft vorliegt, können wir die Namen bekanntgeben“, sagt Koslik.

Bis die Chef-Frage endgültig geklärt ist, bleiben der Zoo, das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, das Stralsund Museum und das Stadtarchiv dem Amt für Kultur, Schule und Sport zugeordnet.

Eine weitere Veränderung betrifft die Pressestelle der Hansestadt. Die wechselt in die neue Stabsstelle für Protokoll und Presse und ist nun auch dem Oberbürgermeister direkt und persönlich zugeordnet. Leiterin der Stabsstelle ist Anne Pilgrim. Sie war bisher Mitarbeiterin im OB-Büro.

Zudem gibt es für das bisherige Hauptamt einen neuen Namen, der lautet: Amt für Zentrale Dienste. Derzeit arbeiten in der Stadtverwaltung inklusive Azubis 609 Mitarbeiter (im Vorjahr waren es 602).

In den Eigenbetrieben – dabei handelt es sich um den Städtischen Zentralfriedhof und die Tourismuszentrale – sind 24 Frauen und Männer beschäftigt (Vorjahr: 28).

Marlies Walther

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