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Neues Leben für die Divitzer Wasserburg?

Divitz/Barth Neues Leben für die Divitzer Wasserburg?

Im März entscheidet der Verbund Europa Nostra über die Vergabe von Fördergeldern für das sanierungsbedürftige Gebäude

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An früheren Glanz erinnert heute wenig. Doch so dramatisch der Zerfall des Divitzer Wasserschlosses auch ist: Es gibt Hoffnung.

Quelle: Detlef Lübcke

Divitz. Das Wasserschloss in Divitz bei Barth war einst ein stolzer Herrensitz. An die Glanzzeiten erinnern heute nur noch Bruchstücke. Doch so dramatisch der Zerfall des Wasserschlosses auch ist: Es gibt Hoffnung. Heute werden sich Vertreter des Denkmalschutzverbundes Europa Nostra die Wasserburg anschauen. Erwartet werden Piet Jaspaert von Europa Nostra international und Dr. Claus-Peter Echter von Europa Nostra Deutschland.

Anlass des Besuches aus Brüssel und München ist die Nominierung des Wasserschlosses für die Europa-Nostra-Liste der sieben meist gefährdeten Baudenkmäler Europas. Sollte es das Divitzer Wasserschloss unter die Sieben schaffen, könnten europäische Gelder in das Gebäude und den Schlosspark fließen. Ob es klappt, gibt der Verbund wahrscheinlich Mitte März bekannt.

Die Anfänge der Wasserburg reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Jahrelang musste der Förderverein dem Leerstand des Gebäudes tatenlos zusehen. Dass Europa Nostra das Divitzer Wasserschloss im Dezember auf seine Liste der 14 meist gefährdeten Baudenkmäler Europas gesetzt hat, ist für den Verein und die Kommune ein Hoffnungszeichen. „Wenn man auf diese Liste kommt, darin sehen wir als Gemeinde die große Chance“, sagt der Divitzer Bürgermeister Christian Haß. Ein Zeichen der Anerkennung, mit dem der Weg frei werden könnte für einen neuen Rettungsplan. Dank der Zusammenarbeit von Europa Nostra mit der Europäischen Investitionsbank hofft der Förderverein auf EU-Fördermittel. Der Verein geht davon aus, dass allein die Notsicherung des Hauses 1,2 Millionen Euro kosten wird.

Für die gesamte Baumaßnahme samt Rekonstruktion des Schlossparkes wird mit bis zu zehn Millionen Euro gerechnet.

Von den 14 wird der Europa-Nostra-Vorstand in den nächsten Tagen die sieben meist gefährdeten Baudenkmäler auswählen. Divitz steht dabei in einer Reihe mit Orten wie dem Brüsseler Justizpalast oder der Lagune von Venedig. „700 Anlagen allein in Vorpommern, 2000 in Mecklenburg-Vorpommern — aber selten gibt es eine solche Qualität und Kontinuität in der geschichtlichen Entwicklung wie auf der Wasserburg Divitz“, schwärmt Dr. Gerd Albrecht. Der Leiter des Barther Vineta-Museums kämpft seit Jahren um die Rettung. Albrecht wird die Gäste von Europa Nostra heute über das Gelände führen.

Der Förderverein will die Wasserburg Divitz einer vernünftigen, in die Zukunft gerichteten Nutzung zuführen. Eine Studie liegt schon vor: ein kleines Museum, Hotel und eine Sommerbühne.

Am Nachmittag reisen Piet Jaspaert und Claus-Peter Echter weiter in die Stadt Barth. Dort werden die beiden in der Barther Kirchenbibliothek zum Abschluss des umfangreichen ersten Teils der Buchrestaurierung einige Grußworte sprechen.

 



Detlef Lübcke

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