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Ostseeflughafen: Ausschuss trotz guter Zahlen unzufrieden

Barth Ostseeflughafen: Ausschuss trotz guter Zahlen unzufrieden

Kommunalpolitiker sehen Reserven bei Attraktivität, Marketing und Ansiedlung von Gewerbe / Bürgermeister Stefan Kerth: Flugbewegungen allein sind nicht die Messlatte

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Von hier wird der Flugbetrieb gelenkt: Flugleiter Thomas Meyer führt Kommunalpolitiker durch den Tower.

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Hier haben normalerweise keine Besucher des Ostseeflughafens Stralsund-Barth Zutritt: Flugleiter Thomas Meyer machte jedoch am Montagabend für die Mitglieder und Gäste des Barther Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur eine Ausnahme. Er zeigte ihnen seinen Arbeitsplatz im Tower, auf dem höchsten Punkt des Flughafens.

Was die Nebengeschäfte betrifft, müssten wir hier ein bisschen mehr machen.“ Erich Kaufhold (CDU)

Es ist traurig, dass hier mit der Vermarktung von Räumlichkeiten gar nichts passiert ist.“ Peter Hermstedt (FDP)

Die Stadt Barth hält 25 Prozent der Gesellschafteranteile am Ostseeflughafen. Weitere Gesellschafter sind die Hansestadt Stralsund und der Landkreis Vorpommern-Rügen mit je 37,5 Prozent.

„In den vergangenen Jahren seit Inbetriebnahme des neuen Gebäudes hat sich der Flughafen kontinuierlich weiterentwickelt“, bilanzierte Meyer. Der positive Trend setze sich 2016 fort. So sei die Zahl der Flugbewegungen von 7500 im Jahr 2014 auf 8600 im Jahr 2015 gestiegen. „Bei Ein- und Aussteigern ist das ähnlich“, berichtete Meyer. Deren Zahl sei von 20000 im Jahr 2014 auf 24000 im vergangenen Jahr gestiegen. Für 2016 habe der Ostseeflughafen bereits jetzt rund 6600 Flugbewegungen zu verzeichnen. „Es kommen wesentlich mehr Leute für ein verlängertes Wochenende als sonst“, sagte Thomas Meyer.

Um vom Flughafen vor den Toren der Stadt nach Barth zu gelangen, würden ihnen Fahrräder angeboten. Alternativ organisiere der Flughafen Mietwagen oder Taxen. Eine Buslinie gebe es leider nicht. „Die 8600 Flugbewegungen von 2015 werden wir 2016 wohl überschreiten“, sagte Meyer und ergänzte: „Das hat auch Auswirkungen auf eine Umsatzsteigerung beim Kraftstoffverbrauch.“ Der Flughafen hat eine Tankstelle für zwei der gebräuchlichsten Flugkraftstoffe. Seit drei Jahren werde der Ostseeflughafen ohne Zuschüsse der Gesellschafter betrieben, zählte Meyer weiter auf. Ebenso stolz verwies er darauf, dass der Flughafen nun wieder eine kleine Caféteria habe. Sein positiver Entwicklungsbericht ließ trotzdem bei mehreren Ausschussmitgliedern Wünsche offen. „Was die Nebengeschäfte betrifft, müssten wir hier ein bisschen mehr machen“, sagte Erich Kaufhold (CDU). Peter Hermstedt (FDP) pflichtete bei: „Es ist traurig, dass hier mit der Vermarktung von Räumlichkeiten gar nichts passiert ist. Die Grundidee war doch, dass Gewerbe angesiedelt wird.“ Ebenso sieht Hermstedt beim Marketing erhebliche Reserven. Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) sagte, dass Luftbewegungen allein nicht die Messlatte sein könnten. Um die Verweildauer zu erhöhen, müsse die Attraktivität besser werden. „Ich sehe das als große Aufgabe an, als Chance für die Zukunft“, so Kerth.

2015 musste die bis dahin ansässige Rundfluggesellschaft Insolvenz anmelden. „Das war für uns ein ziemliches Problem. Wir konnten zwar einen Teil der verkauften Gutscheine übernehmen, aber waren nicht in der Lage, jeden zufrieden zu stellen“, sagte Meyer. Inzwischen hat sich eine neue Fluggesellschaft etabliert: der Flugservice Barth. Neben den Rundflügen ist es möglich, auf dem Ostseeflughafen Tandem-Fallschirmsprünge zu buchen. Auch eine Ausbildung zum Fallschirmspringer kann hier absolviert werden.

Ein Flugplatzfest werde es 2016 nicht geben, ließ Meyer auf eine Anfrage wissen. „Der Aufwand ist hoch und der Flughafen nicht in der Lage, das zu organisieren.“

Detlef Lübcke

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