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Politik Schülerverkehr: Universal-Ticket ohne echte Chance
Vorpommern Stralsund Politik Schülerverkehr: Universal-Ticket ohne echte Chance
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06:42 29.04.2016
Auf nach Hause: Schüler des Grimmener Gymnasiums steigen in den Schulbus ein. Quelle: Peter Franke
Stralsund/Ribnitz-Damgarten/Grimmen/Bergen

Ein günstiges Universalticket für Schüler im Landkreis Vorpommern-Rügen wird es voraussichtlich nicht geben. Kreisverwaltung und Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) wiesen den Vorschlag am Mittwochabend während der Situng des Kreistagsausschusses für Bildung, Kultur und Sport in Stralsund als nicht finanzierbar bzw. rechtlich nicht machbar zurück.

Ins Gespräch gebracht worden war das Ticket in der Debatte um die geplante Abschaffung der Fahrgeldzuschüsse für rund 1700 Schüler im Landkreis Vorpommern-Rügen. Betroffen sind von September 2016 an jene Mädchen und Jungen, die eine andere als die so genannte örtlich zuständige Schule besuchen.

Sie gehen zumeist auf eine private Schule oder besuchen zum Beispiel ein Gymnasium in Stralsund, wohnen aber im Umland der Hansestadt und müssten eigentlich nach Bergen, Grimmen oder Barth. Ihre Eltern sollen künftig das Ticket für den Schulbus alleine bezahlen. Das wäre vielen aber zu teuer.

Das Universalticket hatten Eltern Anfang April gefordert. Finanziert werden könnte es nach Vorstellung der Eltern zum Beispiel, in dem der Landkreis für jeden Schüler, egal wo er zur Schule geht, einen Zuschuss in gleicher Höhe bezahlt, den Rest würden die Eltern begleichen.

Das Bonbon, das den Eltern ihren eigenen finanziellen Zuschuss versüßen würde,  wäre: Die Schüler können das Ticket auch in der Freizeit nutzen, zum Beispiel, um am Nachmittag zum Training von Niepars nach Stralsund, zur Musikschule von Tribsees nach Grimmen oder zur Arbeitsgemeinschaft von Zirkow nach Bergen zu fahren.

Von Jens-Peter Woldt

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