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Stralsund bereitet sich auf Pegida vor

Stralsund Stralsund bereitet sich auf Pegida vor

Parteien, Kirchen und Gewerkschaften laden heute zu einer Veranstaltung gegen die Pegida-Bewegung auf den Neuen Markt ein. Rund 200 Islamkritiker wollen ab 18.30 Uhr demonstrieren.

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Stralsund. In der Stralsunder Innenstadt und rund um den Bahnhof sind heute im Rahmen eines Demokratie-Festes mehrere Veranstaltungen geplant. Anlass ist eine Demonstration der Pegida-Gruppe Mvgida (Mecklenburg-Vorpommern gegen die Islamisierung des Abendlandes), die gegen 18.30 Uhr beginnen soll.

Nach einer Kundgebung in der Bahnhofstraße führt die Route der Islam- und Asylkritiker laut Polizei einmal rund um die Innenstadt — den Tribseer Damm entlang und über Frankenwall, Wasserstraße, Fährwall, Olof-Palme-Platz sowie den Knieperwall zurück zum Bahnhof.

Mehrere Initiativen und Parteien haben die Stralsunder aufgerufen, zeitgleich gegen die Haltung der Pegida-Bewegung zu demonstrieren. Das Bündnis „Stralsund nazifrei“ lädt zu einem bunten Protestfest auf den Neuen Markt ein, mit dem die Veranstalter ein Signal gegen die Ausgrenzung von Menschen setzen wollen. SPD, Grüne, Linkspartei, Gewerkschaften, die Kirche sowie Sozial- und Industrieverbände unterstützen den Protest. Teilnehmen werden auch die Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen (SPD) und Kerstin Kassner (Linke) sowie die Landesparteichefin der Grünen, Claudia Müller.

„Zwischen 17 und 20 Uhr wird es Kundgebungen, Kulturbeiträge und Musik geben“, erklärte Jens Knoop, Sprecher des Bündnisses „Stralsund nazifrei“. Bei einer Fotoaktion ab 17.30 Uhr können Besucher ihr Gesicht gegen Rassismus zeigen. Mit farbigen Maleranzügen wollen Schüler der Jona-Schule ein buntes Zeichen setzen. Außerdem werde der in Vorpommern bekannte Musiker Thomas Putensen auftreten. Um 19 Uhr laden die Stralsunder Kirchengemeinden zu einem Friedensgebet in die Marienkirche ein.

Zwischen der Deutschen Bank, entlang der Tribseer Straße in Richtung Neuer Markt wollen die Protestierenden ab 18.20 Uhr eine Menschenkette mit Kerzen in der Hand bilden.

Auf der Route der Pegida-Anhänger sind weitere Mahnwachen geplant. Anders als in Schwerin, wo das Schloss als Zeichen des Protests während einer parallel stattfindenden Pegida-Veranstaltung im Dunkeln bleiben soll, sind in Stralsund keine Verdunkelungs-Aktionen geplant.

In Folge der Demonstrationen kann es im Laufe des Nachmittags und Abends zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen. „Die Parkflächen auf dem Neuen Markt, in der Bahnhofstraße sowie im Bereich der Deutschen Bank werden ab 16 Uhr gesperrt“, sagte Polizeisprecherin Antje Unger. Während der Demonstration der Pegida-Gruppe würden die Straßen rund um die Altstadt voraussichtlich nur kurzfristig gesperrt sein. Die Mvgida-Organisatoren haben laut Polizei für Stralsund eine Veranstaltung mit 200 Teilnehmern angemeldet. In Schwerin werden 100 Teilnehmer erwartet.

Kerzen, Friedensgebet, Musik und mehr
17 bis 20 Uhr: Auf dem Neuen Markt lädt das Bündnis „Stralsund nazifrei“ zu einem bunten Gegenprotest ein. Mit einer Fotoaktion können Stralsunder Gesicht gegen Rassismus zeigen. Mit farbiger Kleidung sind Teilnehmer aufgerufen, ein Zeichen für Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Zudem sind Reden, Kulturbeiträge und Musik geplant.


Ab 18.20 Uhr: Mit Kerzen und einer Menschenkette wollen Stralsunder zwischen der Deutschen Bank und dem Neuen Markt entlang der Tribseer Straße für Toleranz eintreten.



19 Uhr: Die Stralsunder Kirchgemeinden laden zum Friedensgebet in die St. Marienkirche ein. Unter anderem nehmen die Pröbstin Helga Ruch und der Bischof Hans-Jürgen Abromeit teil.


Live-Berichterstattung: Der TwitterHashtag der Veranstalter für die Anti-Pegida Proteste im Land lautet #mvfüralle. Auch die OZ wird live über die Demonstrationen twittern.

 



Elisabeth Woldt

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