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Politik Vorpommerns CDU-Basis steht zu Merkel
Vorpommern Stralsund Politik Vorpommerns CDU-Basis steht zu Merkel
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00:05 27.02.2016
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Begrüßung in der Stralsunder Alten Brauerei durch den Chef des Hauses, Jürgen Nordmann, und seine Ehefrau Susanne. Quelle: Fotos: Alexander Müller (3)/marlies Walther (4)

Am Morgen in München stellen sich die großen deutschen Wirtschaftsverbände hinter die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin. Am Nachmittag schlägt Angela Merkel auf dem Alten Markt in Stralsund der Zorn der Asylgegner mit Merkel-muss-weg-Rufen entgegen. Am Abend zum Heimspiel beim Jahresempfang für ihren Bundestagswahlkreis mit 400 Gästen in der Alten Brauerei bekommt sie Rückenhalt von der CDU-Basis.

„Ich teile die Politik der Kanzlerin in allen Fragen, was die Flüchtlinge betrifft, weil es keine Alternative gibt. Die Menschen wollen weg aus den Krisengebieten und werden sich nicht aufhalten lassen“, sagt CDU-Mitglied Brigitte Kraska-Röll (66). Mathias Reeck (40), Mitarbeiter bei der Rentenversicherung, ist bei aller Kritik, die Merkel aushalten muss, sicher, dass sie Lösungen anstrebt, die aufgehen werden. „Sie ist eine Frau, die schon viel bewirkt hat.“ Für Anja Schurich, Chefin des Reha-Teams Ostseeküste, ist es keine Frage: „Wir stehen hinter ihr, weil wir in einem vereinten Europa leben. Wir können die Augen nicht verschließen.“ Traurig sei, dass sich Europa so uneinig ist. „Meine Jungs sagen, das müsste sein, wie bei den Musketieren: einer für alle, alle für einen. Das vermisse ich.“

Sportbund-Chef Georg Weckbach findet: „Man kann immer gegen etwas sein, aber dann muss man auch Konzepte haben, wie man etwas anders macht. Und das fehlt mir bei den Asylgegnern.“ Und für Stralsunds IHK-Chef Karsten Liefländer (60) besteht die wichtigste Aufgabe darin, die Flüchtlinge, „die nun mal hier sind“, in Arbeit zu bringen. „Die erste Hürde ist die Sprache. Dann fehlt es an der fachlichen Ausbildung. Da müssen wir Bindeglied zu den Unternehmen sein. Aber wir haben noch keine greifbaren Ergebnisse“, macht Liefländer deutlich. Landrat Ralf Drescher sicherte Merkel zu: „Wir stehen zu unserer Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren.“ Er vertraue Bund und Land, dass die Kommunen bei der Finanzierung stärker unterstützt werden. Und Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow will auch künftig„den Menschen zuhören, die sich Sorgen machen“.

Merkel selbst hatte in ihrer Rede ihre Flüchtlingspolitik verteidigt und die „große Aufgabe der Integration“ betont. „Wir wollen die Zahlen spürbar und nachhaltig reduzieren“, sagte sie. Ihr Konzept halte sie langfristig für tragfähig und richtet „in diesen harten Zeiten“ an alle, die sie unterstützen, ein „herzliches Dankeschön“. Das wiederum gab Grund zum Feiern — mit vielen Gesprächen, Musik von Theaterkünstlern, in schicken Roben vom kleinen Schwarzen bis zum bunten indischen Sari und einem Buffet, das die Brauerei, die Prohner Mini-Manufaktur und die Stralsunder Werkstätten gemeinsam gezaubert hatten — mit geschmorten Schweinebäckchen an Birne, Bohnen und Speck oder Creme brulée mit der berauschenden Tonkabohne. Merkel selbst biss zuallererst herzhaft in eine kleine Frikadelle.



Marlies Walther

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