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Politik Wohnungsbaugesellschaft attackiert den Landkreis
Vorpommern Stralsund Politik Wohnungsbaugesellschaft attackiert den Landkreis
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00:05 21.09.2016
Der Geschäftsführer der SWG, Dieter Vetter. Quelle: Marlies Walther

Der Geschäftsführer der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG), Dieter Vetter, hat die Abfallgebührenpolitik des Landkreises Vorpommern-Rügen scharf attackiert. „Was da abgelaufen ist, ist unter aller Kanone“, sagte er am Dienstagmorgen während einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU in Stralsund. Den Mitgliedern des Kreistages warf er vor, die neue Gebührenordnung im Herbst vergangenen Jahres einfach durchgewunken zu haben, ohne vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises eine Modellrechnung gefordert zu haben. Die teilweise verdoppelten Müllgebühren hätten für viel Frust in der Bevölkerung gesorgt, der bei der SWG als Vermieter teilweise abgeladen worden sei, sagte Vetter. Vor diesem Hintergrund habe sich seine Gesellschaft dem Widerspruchsverfahren gegen die neue Gebührenordnung angeschlossen.

Als völlig unnötig bezeichnete der Geschäftsführer auch die Anschaffung von 22 neuen Entsorgungsfahrzeugen, die der Euro-6-Abgasnorm entsprechen, zu der die Stralsunder Stadtentsorgung vom Landkreis gezwungen wurde. „Es gibt kein Gesetz, das diese Norm in der Müllentsorgung vorschreibt“, schimpfte Vetter. Die Firma Nehlsen reibe sich die Hände und lasse die alten Fahrzeuge noch weitere fünf Jahre in Bremen oder anderen Städten fahren.

Stabilität bei den Mietnebenkosten, zu denen auch die Abfallgebühren gehören, bezeichnete er als wichtige Voraussetzung für eine kommunale Wohnungswirtschaft, die sich den Anforderungen des demografischen Wandels stellen muss. „Wir haben eine soziale Verantwortung, wollen nicht nur Menschen aller Einkommensgruppen, sondern auch aller Altersgruppen Wohnraum zur Verfügung stellen“, betonte Vetter.

Er sieht vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft die Notwendigkeit, dass sich die Wohnungswirtschaft nicht nur in Stralsund, sondern in ganz Deutschland den Bedürfnissen der potenziellen Mieter anpasst. Dazu gehört auch der Trend, dass Senioren so lange wie möglich allein und selbstbestimmt in ihrer Wohnung leben wollen. Das stellt die Unternehmen vor große Herausforderungen. „Wir müssen in unseren Bestand investieren, damit er barrierefrei- oder arm ist, dazu gehören Fahrstühle oder Lifte für Häuser mit drei oder mehr Etagen und entsprechend ausgestattete Bäder“, sagte er. Von Land und Bund fordert er eine entsprechende Förderpolitik.Weiter nannte er das so genannte smarte Wohnen. Damit ist eine mit Hilfe moderner Computer-Systeme überwachte Wohnung gemeint, die gerade auch das Wohnen im Alter sicherer machen könnte.

Jens-Peter Woldt

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