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Stralsund Polnischer Segler in Seenot wird in letzter Sekunde gerettet
Vorpommern Stralsund Polnischer Segler in Seenot wird in letzter Sekunde gerettet
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04:19 13.09.2013
Eine Viertel- stunde später wäre die Yacht gesunken.“Vormann Gerd Hasselberg
Glowe

Seenotretter aus Glowe und Sassnitz sowie Bundespolizisten und weitere Rettungskräfte Rügen sind für eine polnischen Segler zu Helden geworden. Sie haben ihm vor Rügens Nordküste das Leben gerettet.

Der allein segelnde Mann war am Mittwochabend in Seenot geraten — querab Arkona, gut etwa zehn Kilometer von Glowe entfernt. „Unserer Seenotküstenfunkstelle in Bremen hat er gegen 18 Uhr starken Wassereinbruch in seinem 12 Meter langen Boot gemeldet“, sagte gestern Jörg Westphal, Leiter des Info-Zentrums Nordost der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), und schilderte den weiteren Gang der Dinge so: „Von der Seenotleitung wurden die freiwilligen Retter unserer Station in Glowe alarmiert. Die trafen mit ihrem Rettungsboot ‘Kurt Hoffmann‘ kurz nach dem Fahrgastschiff ‘Alexander‘ am Unglücksort ein, das zunächst seine Fahrt unterbrochen hatte, um notfalls eingreifen zu können. Das im Revier fahrende Einsatzschiff ‘Neustrelitz‘ der Bundespolizei stoppte ebenfalls und traf zeitgleich mit den Seenotrettern ein.“

Dass erhebliche Gefahr in Verzug war, machte gestern Gerd Hasselberg gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG deutlich. „Die Yacht war schon zu mehr als der Hälfte mit Wasser vollgelaufen. Eine Viertelstunde später wäre sie gesunken“, sagte der Vormann der „Kurt Hoffmann“. Der polnische Segler habe die Situation wohl nicht anders eingeschätzt, schilderte Hasselberg die Sachlage am Unglücksort: „Der Mann hatte sein Schlauchboot schon klar gemacht, eine Tasche mit Sachen und Seekarten schon gepackt.“ Ursächlich für den Notfall sei laut Hasselberg der Kühlwasserleitung an Bord der Yacht gewesen: „Die war gebrochen, so dass das Wasser in das Boot gelaufen ist.“ In der Folge zogen die Seenotretter und die Bundespolizisten auf der „Neustrelitz“ an einem Strang. Die dreiköpfige Besatzung der „Kurt Hoffmann“ brachte die Lenzpumpe zum Einsatz, um die Yacht leer zu pumpen und wurde dabei vom der „Notarius“, dem Tochterboot es in Sassnitz stationierten Rettungskreuzes „Harro Koepke“ unterstützt.

Der polnische Segler, der über starke gesundheitliche Beschwerden geklagt hat, wurde unterdessen mit einem Schlauchboot der Bundespolizei an Land und von dort mit einem inzwischen alarmierten Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der letztlich geglückte Einsatz war nach drei Stunden beendet. „Und er war rundum geglückt, denn während wir die Yacht in den Hafen Glowe geschleppt haben, war es noch gelungen, den Wassereinbruch an der Yacht zu stoppen, so dass die nicht sank“, sagte Hasselberg, der wie die anderen Retter unter Flutlicht den sicheren Hafen erreicht hatten. Das Areal war wegen der inzwischen einsetzenden Dunkelheit von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Glowe ausgeleuchtet worden.

Für die 15 freiwilligen Seenotretter aus Glowe, drei waren am Mittwoch dabei, war dieser Einsatz einer von vielen in diesem Jahr. „Es war der insgesamt 16. Allein in den letzte sieben Tagen hatten wir drei Einsätze“, blickte Hasselberg gestern in die Statistik.

67 freiwillige Retter

1865 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

gegründet worden. Entlang der Nord- und Ostseeküste betreibt sie 54 Stationen. 34 von denen sind ausschließlich mit Ehrenamtlichen besetzt. Deren

Engagement ist vergleichbar mit dem von Mitgliedern von freiwilligen Feuerwehren. Auf Rügen und Hiddensee gibt es 67 freiwillige Seenotretter: Breege (12), Lauterbach (10), Sassnitz (14), Vitte (16) und Glowe (15).

Chris-Marco Herold

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