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Stralsund Pütnitzer Kicker waren gefürchtet
Vorpommern Stralsund Pütnitzer Kicker waren gefürchtet
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00:00 02.10.2017

Der Fußball rollte am Militärstandort Pütnitz Anfang der 1940er-Jahre so erfolgreich, dass die Mannschaft des LSV Pütnitz (Luftwaffensportverein) in Pommern ein gefürchteter Gegner war. Der LSV Pütnitz (bei Damgarten) wurde 1936 gegründet. Bereits nach zwei Jahren gelang dem Verein als einem von zwei Aufsteigern die Teilnahme an der Gauliga.

Der Pütnitzer Tappe beim Torschuss (Aus: Der Kicker, Nr. 13., 1943). Quelle: Foto: Sammlung Jan Berg

Nach holprigem Start belegten die Pütnitzer in der Schlusstabelle der letzten Friedenssaison 1938/39 den 7. Platz – Klassenerhalt gesichert. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 100 Mitglieder und war damit der mitgliederschwächste der Gauliga. Austragungsort der Heimspiele war das Stadion in Greifswald. Obwohl für die Teilnahme vorgesehen, nahmen die Pütnitzer nicht an den Kriegspunktspielen der verkürzten Saison 1939/40 (ab Dezember 1939) teil. Sie spielten stattdessen in der Bezirksliga West.

Nach erneutem Aufstieg traten sie in der Saison 1940/41 wieder in der Gauliga an und belegten den zweiten Platz der Staffel West hinter dem LSV Stettin. Im Frühling 1942 errang der LSV Pütnitz mit 18:0 Punkten ungeschlagen den Staffelsieg. Zu diesem Zeitpunkt dominierten die Militärsportvereine das Geschehen. Als Staffelsieger West traf Pütnitz in den angesetzten beiden Entscheidungsspielen auf Viktoria Stolp und wurde Pommernmeister 1942.

Es gelang der Mannschaft, den Titel des Pommernmeisters in der nächsten Saison erfolgreich zu verteidigen. Auch im dritten Jahr in Folge erreichte der LSV Pütnitz die Entscheidungsrunde der Gauliga, verlor dort aber nach einem ersten Unentschieden mit 3:0 gegen den HSV Groß-Born. Die Saison 1944/45 war nicht mehr ausgetragen worden. Ein regulärer Spielbetrieb konnte nicht stattfinden, weil im August/September 1944 sämtliche Luftwaffen- und Heeressportvereine aufgelöst worden waren.

Jan Berg

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