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Stralsund Putbus hat Fördermillionen für Hafen und Park sicher
Vorpommern Stralsund Putbus hat Fördermillionen für Hafen und Park sicher
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03:39 05.09.2013
Die Pergola am Rosengarten ist marode — und gesperrt. Quelle: C. Herold

Glaubt man Bürgermeister Harald Burwitz (FDP) — dann wird im nächsten Jahr das Füllhorn über Putbus ausgeschüttet. „Ich war in den vergangenen Tagen zwei Mal beim Landesförderinstitut in Schwerin.

Im Ergebnis können wir davon ausgehen, dass wir für die Sanierung des Schlossparkes und den Ausbau des Hafens in Lauterbach Fördergeld bekommen“, sagt Burwitz. Alles in allem werden es mehr als 6

Millionen Euro sein.

Den positiven Bescheid fürs Hafen-Projekt erwartet der Bürgermeister noch in diesem Jahr, „so dass wir die Arbeiten 2013 noch ausschreiben und 2014 zügig beginnen können. Für etwa 4,06

Millionen Euro (Förderung bis zu 90 Prozent) wollen die Putbusser nicht nur die marode und 230 Meter lange Westpier im kommunalen Hafen in Lauterbach sanieren lassen. Das Areal soll zugleich touristisch aufgewertet werden — „maritim mit Kunst und Kultur“, sagt der Bürgermeister.

Vor die marode Spundwand soll eine neue gerammt werden, denn derzeit noch lauert die Gefahr in fünf Metern Tiefe: Auf dem Grund des Hafenbeckens in Lauterbach hat sich das Wasser schon einen Weg hinter die Spundwand an der Pier entlang des Eichendammes gesucht und sie ausgehöhlt. Deshalb kann die Stützmauer auch plötzlich absacken.

Bei der Sanierung und dem Ausbau der Westpier haben die Planer die spätere Nutzung durch bis zu 120 Meter lange Flusskreuzfahrtschiffe, Großsegler und Freizeitkapitäne in den Vordergrund gestellt. Als Industriehafen für Stückgutumschlag habe Lauterbach an Bedeutung verloren.

Mit der Sanierung ihres 75 Hektar großen Schlossparkes wollen die Putbusser auch im kommenden Jahr beginnen — für 3 Millionen Euro über mehrere Jahre hinweg. In dieser Zeit soll beispielsweise das historische Wegenetz wiederhergestellt, sollen Parkplätze am Marstall und am Tannenberg gebaut werden.

Bestandteil des Vorhabens ist nicht mehr der Bau einer Brücke über den Schwanenteich an dessen engster Stelle. So hatten es die Stadtvertreter mehrheitlich während ihrer jüngsten Sitzung entschieden und sich vielmehr für die Sanierung des Rosengartens samt desolater Pergola ausgesprochen.

„Wir können nicht Millionen in den Park stecken und dann das nicht in Ordnung bringen, dafür aber lieber eine neue Sau durchs Dorf treiben“, hatte Stadtvertreter Karl-Walter Böttcher (Bündnis für Rügen) sein „Nein“ zum Brückenbau begründet.

Landschaftsdenkmal

75 Hektar groß ist der Schlosspark Putbus. Von 1725 bis 1730 von Graf Moritz Ulrich zu Putbus als Lustgarten im französischen Stil angelegt, wurde des Areal von 1804 an von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus zum englischen Landschaftspark umgestaltet. Heute steht der Park als Landschaftsdenkmal unter Schutz.

108Schiffe sind 2013 für den Hafen avisiert. Auf der Pier ist als Bindeglied zwischen maritimer Gartenanlage und Promenade ein

Informationsgebäude geplant.

Chris-Marco Herold

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