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Quartier 33: Grüne für grünes Projekt

Stralsund Quartier 33: Grüne für grünes Projekt

Die Fraktion unterstützt den Vorschlag der Stadtverwaltung, in dem neuen Wohngebiet an der Jakobikirche auf private Parkplätze zu verzichten.

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17 neue Stadthäuser sollen auf dem 5100 Quadratmeter großen Altstadt-Areal zwischen Böttcher-, Filter-, Papen- und Jacobiturmstraße entstehen. An der Frage grüne Höfe oder private Pkw-Plätze scheiden sich derzeit die Geister.

Quelle: Foto: Marlies Walther

Stralsund. Geredet wird über die Bebauung des Quartiers 33 an der Jakobikirche schon seit 20 Jahren. Jetzt scheint es ernst zu werden. Doch das Wann und Wie ist derzeit immer noch offen. Neuen Zündstoff für die öffentliche Debatte liefert seit September eine Bürgerschafts-Beschlussvorlage zum Bebauungsplan Nr. 133.

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Die Fraktion unterstützt den Vorschlag der Stadtverwaltung, in dem neuen Wohngebiet an der Jakobikirche auf private Parkplätze zu verzichten.

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Doch das „Hü und Hott“ der letzten Wochen sorgt bei manchem Stralsunder für Verdruss – so wie bei dem Anwohner Gerhard Kampschulte, der vor fünf Jahren „wegen der ruhigen Wohnlage“ in die Böttcherstraße gezogen ist. „Die sollen endlich vernünftige Pläne vorlegen, damit man weiß, woran man ist“, fordert der Hansestädter.

Am Montag hatte die Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem öffentlichen Vor-Ort-Termin eingeladen, um das Konzept zu diskutieren. Fraktions-Chef Jürgen Suhr erläuterte das Vorhaben an Hand von Plänen. Demnach sollen in Blockrandbebauung auf dem 5100 Quadratmeter großen Areal 17 Stadthäuser entstehen. Ergänzende Nutzungen wie gastronomische und kulturelle Einrichtungen sowie kleine Läden, die in das Gebiet passen, sind möglich. Außerdem sollen die Eckgrundstücke mit Mehrfamilienhäusern für jeweils bis zu sechs Wohnungen bebaut werden.

Zum Streitpunkt in den Ausschüssen hatte sich die Frage der privaten Auto-Stellplätze entwickelt. Während die Pläne der Stadtverwaltung von grünen Höfen ausgehen und keine privaten Parkplätze zulassen, plädiert die Fraktion Bürger für Stralsund für eine schmale Wohnstraße und eine private Stellfläche pro Haus auf dem jeweiligen Grundstück. Die Stadt hingegen will als Alternative für den ruhenden Verkehr einen Investor suchen, der ein Parkhaus auf dem jetzigen Gelände der Polizei mit 42 Stellflächen baut. Gedacht vorwiegend für die Anlieger. Vom Innenministerium gebe es auch ein Signal, dass die Fläche nach Auszug der Polizei zum Verkauf steht. Doch bislang gibt’s noch keine konkrete Zeit-Angabe zur Realisierung. Vor 2022/23 werde sich da wohl nichts tun, vermutet Suhr.

Keine glückliche Basis, findet zum Beispiel Anwohner und Architekt Christoph Meyn, dem „die Verbindlichkeit“ bei der Planung bislang fehlt. Was die grünen Höfe betrifft, liegen die „neuen Ansätze“ in Form eines Modellprojektes aber genau in seinem Sinne.

Die grüne Montags-Runde unterstützt ziemlich einhellig das Projekt der Stadtverwaltung ohne private Parkplätze und sieht darin einen modernen Vorstoß, mehr Grün in die Altstadt zu bringen. „Der Vorschlag der Stadt hat sein Gutes“, findet Fraktionsmitglied Arno von Bosse. „Es werden schon genügend Höfe von Autos verschandelt.“ Außerdem werde es der Markt schon richten, meint der Kommunalpolitiker. Er hält es für denkbar, dass in dem Bereich Interessenten bauen wollen, die gar keinen Stellplatz beanspruchen. Jürgen Suhr machte deutlich: „Den Verkehr grundsätzlich zu verteufeln, ist nicht unsere Position.“ Jedoch gehe die Stadt erstmals neue Wege. Das verdiene Unterstützung, denn „für Stralsund ist das schon ein sehr weiter Schritt“.

Marlies Walther

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